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Primacom - Überraschung? Multikabel-Verkauf fix

Primacom hatte nach der Einigung mit seinen nachrangigen Gläubigern noch drei Hürden auf dem Weg aus der akuten Insolvenzgefahr, zu überwinden. Am 06. Oktober wurde nun der Verkauf der holländischen Tochter Multikabel gemeldet und damit die wohl kleinste der noch anstehenden Hürden genommen. Denn der Verkauf des profitablen Kabelnetzbetreibers galt aufgrund mehrerer Interessenten nur noch als Formsache.

Primacom hatte nach der Einigung mit seinen nachrangigen Gläubigern noch drei Hürden auf dem Weg aus der akuten Insolvenzgefahr, zu überwinden. Am 06. Oktober wurde nun der Verkauf der holländischen Tochter Multikabel gemeldet und damit die wohl kleinste der noch anstehenden Hürden genommen. Denn der Verkauf des profitablen Kabelnetzbetreibers galt aufgrund mehrerer Interessenten nur noch als Formsache.

Von Florian Söllner

Von dem Private Equity Fonds Warburg Pincus kontrollierte Gesellschaften zahlen für Multikabel sowie der Verbindlichkeiten aller niederländischen Tochtergesellschaften einen Kaufpreis in Höhe von 515 Millionen Euro.

Zwei Hürden vorm Ziel

Mit der Durchführung der Transaktion rechnet Primacom bis im November 2005. Der Vertrag steht jedoch noch unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, wie der Zustimmung durch die Kreditgeber. Am 15. September gab Primacom zwar bekannt, dass die bisher sturen nachrangigen Gläubiger ihr O.K. zum Verkauf von Multikabel geben werden. "Im Prinzip sind wir uns einig", so der Primacom-Sprecher im September gegenüber dem AKTIONÄR, "doch unterschrieben sind die Verträge noch nicht." Die Anwälte würden derzeit noch Details wie Haftungsfragen verhandeln. Erst wenn auch diese Verträge unterschrieben und Primacom zugleich die Finanzierung der Ablösung der nachrangigen Schulden durch andere Kreditgeber gelingt, ist die Rettung tatsächlich geschafft.

Spannung bis zum Schluss

Die weiterhin anhaltende Spannung bis zum Schluss, dürfte sich im Erfolgsfall für mutige Investoren durchaus lohnen. Denn bereits der Multikabel-Verkauf wird mit einem 25-Prozent-Feuerwerk gefeiert. Überwindet Primacom jetzt noch die entscheidenden Hindernisse, ist aufgrund der fundamentalen Situation eine weit ausschweifendere Börsen-Party möglich. Vorsicht, weiterhin hochspekulativ!

 

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