Priceline
- Werner Sperber - Redakteur

Priceline.com und die Deutsche Rohstoff AG im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Fuchs Kapitalanlagen hat Firmen gesucht, die auch in der Rezession wachsen und unter anderem Priceline.com gefunden. Die Prior Börse freut sich über die Absicht der Deutschen Rohstoff AG, am US-amerikanischen Schieferölboom mitverdienen zu wollen.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist so nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.): Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erklären: Die führenden Internet-Handelsfirmen verfügen über erprobte Geschäftsmodelle. Diese Unternehmen wachsen auf Kosten der stationär arbeitenden Einzelhandelsgesellschaften sogar während der Rezession. Immer mehr Menschen stellen sich beispielsweise ihren Urlaub im Internet selbst zusammen und buchen über Firmen wie Priceline.com. Das US-Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Hotelreservierungen. Das Geschäftsvolumen legt stetig prozentual zweistellig zu, was auch an den Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres abzulesen ist. Der global tätige Konzern bietet Buchungsmöglichkeiten für weltweit 300.000 Unterkünfte, für Mietwagen, Flugkarten, Kreuzfahrten und Pauschalreisen. Das KGV für das nächste Jahr beträgt 17 und der Kurs ist in einem intakten Aufwärtstrend. Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 798,95 Euro und mit einem Stop-Loss bei 533,33 Euro kaufen.


Die Prior Börse: Am US-Ölboom mitverdienen    

Die im Jahr 2010 zu einem Ausgabekurs von zehn Euro an die Börse gegangene Deutsche Rohstoff AG hat es immer wieder geschafft, Beteiligungen gewinnbringend zu verkaufen. Nun möchte der Vorstand vom Geschäft mit dem sogenannten Fracking profitieren (Anmerkung der Redaktion: Das englische "to fracture" entspricht aufbrechen, aufreißen. Hydraulic Fracturing bedeutet hydraulisches Aufbrechen, also Risse in öl- und gashaltigem Gestein mit Hilfe von Flüssigkeiten und Druck zu erzeugen. Bei dieser gefährlichen Fördermethode pumpen die jeweiligen Firmen auch vor staatlichen "Kontroll"-Behörden geheim gehaltene Mischungen verschiedenster Chemikalien in den Boden, und damit in Grundwassernähe, um Öl und Gas aus dem Schiefergestein zu lösen). Dafür begibt die Deutsche Rohstoff AG zunächst eine mit acht Prozent verzinste Anleihe (WKN A1R 07G) mit einer Laufzeit von fünf Jahren, die dem Unternehmen bis zu 100 Millionen Euro einbringen soll. Creditreform stuft die Anleihe, die von Mittwoch, 26. Juni, bis längstens Dienstag, 9. Juli 2013, zu zeichnen ist mit "BB+" ein. Bei einem Aktienkurs von 15 Euro beträgt der Börsenwert des Konzerns rund 80 Millionen Euro. Mit dem frischen Geld der Anleger soll die Firma Tekton, an der die Deutsche Rohstoff AG 67 Prozent hält, in den nächsten eineinhalb Jahren bis zu 80 Bohrlöcher in der Nähe von Denver im US-Bundesstaat Colorado finanzieren. Ein Bohrloch kostet etwa 4,5 Millionen Dollar. Aus den ersten beiden Bohrlöchern im Lizenzgebiet wurden im Mai täglich insgesamt 1.200 Fässer zu je 159 Liter gefördert. Nach Abzug der Kosten erhielt Tekton dafür im Mai 1,6 Millionen Dollar.

Die Experten der Prior Börse schätzen den Umsatz aus diesem Projekt in diesem Jahr auf 25 Millionen Dollar und den daraus resultierenden Cashflow auf zwölf Millionen Dollar. Sie beziehen sich auf ein unabhängiges Gutachten und geben den derzeitigen Wert der Ölvorkommen in dieser Liegenschaft mit 200 Millionen Dollar an.  Das entspräche einem Anteil für die Deutsche Rohstoff AG von 134 Millionen Euro (100,5 Millionen Euro). Die Experten erklären: "Wenn's gut läuft, winken hohe Gewinne." Freilich ist das Projekt auch eine Wette auf den Ölpreis. Finanzvorstand Dr. Thomas Gutschlag versichert jedoch, die Anleihe werde selbst dann noch pünktlich bedient werden können, wenn der Ölpreis bis auf 40 Dollar je barrel fallen sollte.

Die Deutsche Rohstoff AG macht auch bei anderen Projekten Fortschritte: Im vierten Quartal des laufenden Jahres soll die auf die Förderung von sogenannten Seltenen Erden spezialisierte Tochterfirma an die Börse gebracht werden. Das Unternehmen sucht im sächsischen Storkwitz nach diesen Metallen, wo sich das größte bekannte Vorkommen in Mitteleuropa befinden soll. In der australischen Wolfram-Mine werden nun endlich täglich drei bis vier Tonnen Wolfram-Konzentrat gefördert, womit sich die Mine an die Gewinnschwelle herangearbeitet hat. Die Tochterfirma, welche in Sachsen nach Zinn sucht, soll an die Börse gebracht werden, wenn die Anleger wieder Aktien von Minen-Unternehmen kaufen. Zudem hält die Deutsche Rohstoff AG noch Minderheitsbeteiligungen an Explorationsvorhaben, die teilweise zum Verkauf stehen. Insgesamt dürfte die Deutsche Rohstoff AG in den nächsten Jahren gut verdienen.


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