Praktiker
- Markus Bußler - Redakteur

Praktiker: Neue Hoffnung

Nachdem die Aktie der Baumarktkette Praktiker in den vergangenen Tagen deutlich konsolidiert hat, gab es Ende vergangener Woche einen Kurssprung. Das charttechnische Bild hat sich damit wieder aufgehellt. Ist die Zeit gekommen, bei Praktiker wieder einzusteigen.

Was hat zu dem Kurssprung geführt? Auf den ersten Blick gab es keine Nachrichten, die das erklären. Zwar gab es ein Statement der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, wonach sich die Anleihegläubiger wehren sollen. „Die Anleihegläubiger sollen eine Reduzierung des Zinssatzes auf 1 Prozent abnicken. Wir raten, diesem Schnitt nicht zuzustimmen und Widerspruch einzulegen", sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Vergleich mit Griechenland

Anders als Banken und Kreditgeber sollen laut DSW nur die Anleihegläubiger schmerzliche Einschnitte hinnehmen. Damit nutze Praktiker eine von der DSW im Gesetzgebungsverfahren scharf kritisierte Neuerung des Schuldverschreibungsgesetztes, nach der Konditionen durch Mehrheitsbeschluss geändert werden können. „Das erinnert durchaus an den von Griechenland durchexerzierten Schuldenschnitt", sagt Tüngler. Dies allerdings ist keine Erklärung für den plötzlichen Kursanstieg.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass sich kurzfristig orientierte Spekulanten in Stellungen bringen, weil sie damit rechnen, dass Praktiker kommende Woche besser als gedachte Zahlen vorlegen wird und vor allem der Ausblick positiv überraschen könnte. Zudem könnten Einzelheiten zur geplanten Restrukturierung für Rückenwind sorgen. DER AKTIONÄR hat Anlegern zuletzt geraten, am Seitenrand zu bleiben. Zwar besteht tatsächlich die Gefahr, dass Anleger einige Prozent verpassen, allerdings überwiegen derzeit nach wie vor die Risiken.

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