Praktiker
- Markus Bußler - Redakteur

Praktiker: Konzernumbau nach Plan, aber …

Bei der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker geht der Konzernumbau weiter. In einer dritten Welle sollen weitere sieben Filialen sieben Filialen bis Mitte Dezember auf Max Bahr umgestellt werden. Insgesamt will Praktiker rund 120 der insgesamt 234 Filialen umstellen.

„Am 27. September feiern nach einer umbaubedingten Schließungsphase von rund vier Wochen die ersten sieben neuen Max-Bahr-Märkte Eröffnung: Lüneburg, Celle, Delmenhorst, Elmshorn, Gägelow (bei Wismar), Greifswald und Bentwisch (bei Rostock). Die zweite Umstellungswelle, die derzeit läuft, umfasst die Märkte Paderborn, Kleve, Burscheid, Wittenberg, Teltow, Freiberg (Sachsen) und Unterwellenborn (Thüringen)", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Aktie reagiert kaum auf diese Meldung. Im Anlegerinteresse steht noch immer die Refinanzierung des Unternehmens. Zuletzt hieß es, die Verhandlungen seien ins Stocken geraten. Eine offizielle Bestätigung gibt es jedoch nicht. Auch die Kapitalerhöhung steht nach wie vor im Raum. Letzter Stand: Der Vorstand wollte die Kapitalerhöhung in vollem Umfang durchziehen und so rund 60 Millionen Euro an frischem Kapital ins Unternehmen holen. Allerdings war dies auch eine Auflage des ursprünglichen Investors Anchorage, der mittlerweile aus dem Rennen ist. Ob die Kapitalerhöhung dennoch in vollem Umfang durchgezogen werden soll, ist somit nicht sicher. Die Aktie bleibt erfahrenen Anlegern vorbehalten, die notfalls auch bereit sind, einen Verlust zu realisieren.

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