Praktiker
- Thomas Bergmann - Redakteur

Praktiker: Hornbach-Zahlen machen Angst

Nach anfänglichen Kursgewinnen geht es für die Praktiker-Aktie am Donnerstag auf ein neues Rekordtief. Den Grund für den dramatischen Absturz liefert ausgerechnet Konkurrent Hornbach: Dessen Quartalszahlen waren alles andere als berauschend.

Die Hornbach-Zahlen für das am 31. Mai abgelaufene erste Geschäftsquartal haben die Praktiker-Aktie am Donnerstag auf ein neues Rekordtief einbrechen lassen. Nach den Aussagen von Albrecht Hornbach, Chef der gleichnamigen Baumarktkette, müssen sich die Anleger bei Praktiker auf neue Horrorzahlen einstellen.

"Noch nie erlebt"

Das nasskalte Frühjahr hat dem Baumarktkonzern Hornbach einen schlechten Start ins neue Geschäftsjahr beschert. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai) 31,2 Millionen Euro und damit 33,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag in Neustadt an der Weinstraße mitteilte.

"So einen verhagelten Start haben wir und die gesamte Do-it-yourself-Branche noch nie erlebt", erklärte Konzernchef Hornbach. "Schnee und Frost legten die Nachfrage in unseren Bau- und Gartenmärkten im März und der ersten Aprilhälfte 2013 buchstäblich auf Eis."

Das Betriebsergebnis (EBIT) brach den Angaben zufolge um 32,2 Prozent auf 51,1 Millionen Euro ein, der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 892 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen will aber trotzdem an seinen Zielen für das  Gesamtjahr festhalten, den Umsatz leicht zu steigern und das Betriebsergebnis in etwa zu halten.

Praktiker

Warten auf Praktiker

Konkurrent Praktiker hat sich zur aktuellen Situation immer noch nicht geäußert. Der Kursverlauf sowie die Zahlen von Hornbach lassen aber nichts Gutes vermuten. Ein Einstieg bei Praktiker gleicht derzeit dem Tanz auf der Rasierklinge.

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