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- Thomas Bergmann - Redakteur

Praktiker: Großaktionärin bescheinigt Konzernchef gute Arbeit

Für die Baumarktkette geht es um alles, die Aktie ist nur noch ein Pennystock. Der Praktiker-Chef, Ex-Aldi-Mann Armin Burger, erhält dennoch Unterstützung aus den Reihen der Aktionäre.

Die Praktiker-Aktie steht am Dienstag wieder einmal unter Druck. Scheinbar nehmen einige Anleger, die gestern den Kursanstieg um mehr als 15 Prozent begleitet hatten, schon wieder Gewinn mit. Das Vertrauen in ein Comeback ist offensichtlich nicht vorhanden, nicht aber bei allen Aktionären.

"Toller Job"

Isabella de Krassny, mit einem Anteil von 15 Prozent Großaktionärin von Praktiker, attestiert Burger im Gespräch mit dem AKTIONÄR einen tollen Job. "Sechs Jahre Misswirtschaft lassen sich nicht einfach in zwei Monaten aufholen", so die Investorin. Sie könne sich weitere Kapitalmaßnahmen vorstellen, wenn alle, Aktionäre und Gläubiger, einen Beitrag leisten. "Es lohnt sich zu kämpfen", gibt sich de Krassny zuversichtlich.

Zeitspiel hilft nicht

Bei Anblick des Kursverlaufs ist derzeit nicht viel von einem Aufbäumen zu erkennen. Wichtig wäre, dass sich der Vorstand zur aktuellen Situation äußert und womöglich die Bedenken der Anleger zerstreut. Je länger er damit wartet, umso größer wird das Misstrauen mit den entsprechenden Konsequenzen in der Kursentwicklung.

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Empfehlung richtig

Die in der AKTIONÄR-Ausgabe 25/13 ausgesprochene Empfehlung, Praktiker zu verkaufen, hat sich als richtig erwiesen. Wie geht es jetzt weiter? Es ist alles möglich, auch ein Totalverlust. Wer zocken will, sollte nur einen geringen Betrag einsetzen.

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