Praktiker
- Markus Bußler - Redakteur

Praktiker: Es tut sich was

Die Aktie der Baumarktkette Praktiker präsentiert sich heute entgegen dem Trend stark. Der Grund dürfte in einem Tradingbericht liegen. Zwar kämpft der Konzern noch immer mit einem Umsatzrückgang. Aber zumindest in Deutschland fällt dieser von Quartal zu Quartal geringer aus.

Das Erfreulich: Im November und Dezember verzeichnete Praktiker sogar Zuwächse. „Die Umsatzstabilisierung bei Praktiker Deutschland im vierten Quartal lässt uns hoffen, dass wir die erste Phase der Durchstrecke jetzt hinter uns gelassen haben", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Fox. Dennoch stehen demnächst die Sanierungsmaßnahmen im Vordergrund. Derzeit gibt es Gespräche mit Arbeitnehmervertretern. Dabei sollen Konditionen ausgehandelt werden, zu denen betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden können. Zudem soll das Auslandsgeschäft gestrafft werden So will sich Praktiker aus Albanien und der Ukraine zurückziehen. Ob noch weitere Märkte in Osteuropa auf dem Prüfstand stehen, ist noch nicht klar. Insgesamt ging der Auslandsumsatz auf Jahresfrist um 10,2 Prozent zurück, mehr als doppelt so stark wie im Vorjahr.

DER AKTIONÄR hatte zuletzt von einem Engagement in der Praktiker-Aktie abgeraten. Zwar ist der heute Zwischenbericht nicht ganz so düster wie befürchtet. Dennoch bleibt eine gravierende Unbekannte: Woher soll das Geld für die Sanierungsmaßnahmen kommen. Bislang schweigt sich der Vorstand dazu aus. Damit dürfte das Papier derzeit kein großes Potenzial besitzen. Anleger fürchten, dass der Konzern den Kapitalmarkt anzapfen könnte. Anleger sollten die Entwicklung bei Praktiker weiter im Auge behalten. Für ein Engagement ist es derzeit allerdings nach Ansicht des AKTIONÄRs noch zu früh.

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