Praktiker
- Michael Schröder - Redakteur

Praktiker: Der nächste Baustein

Die Finanzierung der Baumarkt-Kette Praktiker nimmt weiter Formen an. Dennoch ist der Aktie der große Befreiungsschlag noch nicht gelungen. Anleger üben sich nach dem langen Verhandlungen und den vielen Richtungswechseln in den letzten Wochen noch in Zurückhaltung. Gelingt der nachhaltige Turnaround, dürfte auch der Aktienkurs deutlich zulegen. Risikobewusste Anleger können daher eine erste Position aufbauen.

Der Newsflow bei Praktiker bleibt positiv. Gestern wurde bekannt, dass Whitesmith Private Equity Investors und Donau Invest sich verpflichtet haben, im Rahmen der Bezugsrechtskapitalerhöhung nicht gezeichnete neue Aktien zu einem Bezugspreis von 1,08 Euro in einem Umfang von 40 Millionen Euro zu übernehmen. Bereits am Dienstag hatten die Aktien mit Kursgewinnen auf den in zentralen Teilen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über die Fremdfinanzierung der Baumarktkette reagiert. Damit steht das Gerüst des neuen Finanzierungspakets. Ebenfalls positiv: Die Warenkreditversicherer leisten ihren Beitrag zur Sanierung und haben sich bereit erklärt, den Restrukturierungsprozess durch entsprechende Limitzusagen gegenüber Lieferanten zu unterstützen.

Profitabilität verbessern

Die Zukunft sieht für Praktiker zwar wieder rosiger aus. Über den Berg ist der Konzern jedoch noch lange nicht. Die Baumarktkette muss nun zeitnah beweisen, dass sie ihre Profitabilität verbessern und nachhaltig Gewinne einfahren kann. Gelingt der Turnaround, hat auch die Aktie eine Chance auf ein großes Comeback. Risikobewusste Anleger können unter 1,40 Euro eine erste Position aufbauen. Ein enger Stopp sichert die Stücke ab.

Mit Material von dpa-AFX

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