Praktiker
- Markus Bußler - Redakteur

Praktiker: Commerzbank rät weiter zum Verkauf, aber …

Die Baumarktkette Praktiker leidet weiterhin unter dem langen Winter und dem verregneten Frühjahr. Der Umsatz mit Gartenmöbeln ist eingebrochen. Vor diesem Hintergrund hat die Commerzbank ihre Verkaufsempfehlung für die Aktie bestätigt. Dennoch gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Die Commerzbank hat die Einstufung für Praktiker nach der Jahreshauptversammlung auf „Sell" mit einem Kursziel von 0,80 Euro belassen. Es von Anfang klar gewesen, dass die Umsatzdichte der in Max Bahr umbenannten Baumärkte des Konzerns unter derjenigen der Praktiker-Marke liegen werden, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Freitag. Mit dem vom Vorstandsvorsitzenden genannten Rückgang des Umsatzes je Quadratmeter um zehn Prozent bewege sich Max Bahr jetzt wohl auf dem Niveau des Konkurrenten Hagebau. Es sorge zudem für Entspannung, dass die Investorin Isabella de Krassny bereit sei, sich an einer möglichen Kapitalerhöhung zu beteiligen.

DER AKTIONÄR sieht derzeit wenige Gründe, sich an Praktiker zu beteiligen. Ob die Umflaggung auf Max Bahr erfolgreich ist, wird sich wohl erste Ende dieses/Anfang nächsten Jahres sagen lassen. Zudem macht sich wohl und mehr die Sorge breit, dass Praktiker noch einmal den Kapitalmarkt anzapfen wird. Schon vor wenigen Monaten gab es eine deutliche Verwässerung der Anteile der Altaktionäre. Die Baumarktbranche bleibt in Deutschland schwierig. Hier lohnt sich ein Blick über den großen Teich auf den Branchenprimus Home Depot.  


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