Praktiker
- Markus Bußler - Redakteur

Praktiker: Chance auf den Rebound?

Die Aktie der Baumarktkette Praktiker ist gestern erstmals unter die Marke von einem Euro gerutscht. Der Grund: Die Commerzbank hat das Kursziel von 1,00 auf 0,80 Euro gesenkt. Sollten Anleger angesichts des Kursverfalls auf einen Rebound setzen oder doch lieber die Finger von der Aktie lassen?

Klar ist: Die Baumarktbranche in Deutschland floriert nicht gerade. Zudem hat der lange Winter das Frühjahrsgeschäft mit Pflanzen und vor allem Gartenmöbeln verhagelt. Damit fiel das 1. Quartal bei Praktiker im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser. Die Zahlen waren mehr als schlecht. Zudem belastet die Umflaggung von Praktiker-Filialen auf Max Bahr das Ergebnis.

Hauptversammlung am Mittwoch

Das Unternehmen selbst reagiert mit reichlich Rabattaktionen auf die jüngsten Umsatzrückgänge. Diese dürften jedoch erneut zu Lasten der Marge gehen. Auf kurze Sicht dürfte sich vor allem für die verbliebenen Praktiker-Filialen keine Besserung einstellen. Die Hoffnung liegt auf Max Bahr. Die Konzerntochter hat das hochpreisigere Sortiment. Dort lassen sich noch vernünftige Margen erzielen. Doch auch bei Max Bahr wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Entsprechend stürmisch dürfte es am kommenden Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens zugehen.

Kurzum: Auch wenn es den einen oder anderen Anleger angesichts des Kursrutsches in den Fingern juckt, auf einen Rebound zu spekulieren. Anleger tun gut daran, die Finger von der Aktie zu lassen. Ob sich die Umstellung auf Max Bahr auszahlt, wird sich wohl erst Ende des Jahres abzeichnen. Und nach wie vor ist ein richtiger Sommer nicht in Sicht. Wie viel von den verlorenen Umsätzen jetzt noch aufgeholt werden kann, ist nicht klar. Die Aktie bleibt hochspekulativ.

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