Praktiker
- Markus Bußler - Redakteur

Praktiker: 1,00 Euro? Nein, danke

Die Analysten bei Independent Research sind nicht gerade bullish für die Aktie von Praktiker eingestellt. Das Kursziel sieht Lars Lusebrink bei 1,00 Euro. Folgerichtig rät er zum Verkauf der Aktie. Sollten Anleger dieser Meinung folgen?

Zwar begrüßt der Experte die Verhandlungen mit Semper Constantia, da die Österreicher im Vergleich zu Anchorage die besseren Kreditkonditionen bieten dürften. Allerdings hat Praktiker seiner Ansicht nach wertvolle Zeit für die Umstrukturierung verloren. DER AKTIONÄR kann sich dieser Argumentation nicht anschließen.

Umstellung der Filialen läuft

Zum einen läuft die Umstellung von Praktiker-Filialen auf Max Bahr bereits, zum anderen dürften bei dem Konzept, das Semper Constantia ausgearbeitet hat, ohnehin nicht so viele Filialen umgeflaggt werden als zunächst geplant. Bezieht sich die verlorene Zeit auf die finanzielle Restrukturierung, so sollte man bedenken, dass Praktiker auch mit Anchorage noch in Verhandlungen festgefahren war. Die Verhandlungen mit Semper Constantia dürften auch in den kommenden Tagen über die Bühne gehen. Befürchtet man, dass Praktiker wirklich in die Insolvenz schlittern könnte, da man zu viel Zeit verloren hat, dann wäre ein Kursziel von deutlich unter einem Euro angebracht.

DER AKTIONÄR rechnet derzeit nicht mit einem derartigen Horrorszenario. Als Großaktionärin wird Isabella de Krassny ein gesteigertes Interesse daran haben, dass Praktiker im erforderlichen Umfang mit Geld versorgt wird. Die Verhandlungen dürften also einen schnellen Ausgang finden. Derzeit hat sich das Bild bei Praktiker wieder deutlich aufgehellt. Die Aktie bleibt dennoch risikobewussten Anlegern vorbehalten.  

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