Porsche
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Porsche: Steigt Katar aus?

Nachdem der Merger zwischen Porsche und VW geplatzt ist, kochen Spekulationen hoch, dass Großaktionär Katar seine Porsche-Aktien wieder loswerden will. Die Porsche Aktie wurde mit einem Minus von rund neun Prozent auf Talfahrt geschickt.

Nachdem der Merger zwischen Porsche und VW ad acta gelegt wurde, wird nun über Volkswagens Plan B spekuliert. Experten gehen davon aus, dass es VW nun nur noch auf das Automobilgeschäft von Porsche abgesehen hat und dass die Wolfsburger ihre Option auf die noch in der Porsche SE verbliebenen 51 Prozent ziehen werden. Vor diesem Hintergrund ist zu befürchten, dass das Emirat Katar bei Porsche wieder aussteigt. Die Porsche-Aktie gehörte mit einem Minus von zeitweise über neun Prozent zu den Tagesverlierern.

Katar auf Abwegen?

Porsche würde nach solch einem Schritt eine reine Finanzholding bleiben. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich das Emirat Katar mit der Rolle eines Aktionärs einer Finanzholing mit dann nur einem Asset, nämlich 149 Millionen VW-Stammaktien, zufrieden geben würde. Experten halten es daher für möglich, dass der 10-Prozent-Anteil, den Katar am Stammkapital der Porsche SE hält, wieder verkauft wird, unter Umständen zurück an die Familie Porsche/Piech.

Unsicherheit belastet

Die Unsicherheit, wie es weitergeht belastet den Kurs. Die aus Sicht der Porsche-Vorzugsaktionäre eher trüben Aussichten sorgen für ein deutlicheres Minus als bei anderen Autobauern wie BMW, VW oder Daimler. Der Stoppkurs des AKTIONÄR bei 39 Euro wurde bereits am Freitag gerissen. Man sollte das Geschehen derzeit von der Seitenlinie beobachten.

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