- DER AKTIONÄR

Pole Position

Mit einem Plus von "lediglich" 23 Prozent zählte die Commerzbank 2006 noch zu den schwachen Titeln im DAX. Dieses Jahr scheint jedoch alles anders zu sein. Das Commerzbank-Papier hat gute Chancen, 2007 einer der Topwerte im Rennen um die Spitzenplätze im DAX zu werden. Hauptmotor für die Commerzbank dürfte die anziehende Konjunktur in Deutschland bleiben.

Nach einem fulminanten Jahresauftakt könnte die Commerzbank eine der Topaktien 2007 im DAX werden.

Mit einem Plus von „lediglich“ 23 Prozent zählte die Commerzbank 2006 noch zu den schwachen Titeln im DAX. Dieses Jahr scheint jedoch alles anders zu sein. Das Commerzbank-Papier hat gute Chancen, 2007 einer der Topwerte im Rennen um die Spitzenplätze im DAX zu werden.

Doppelmotor

Hauptmotor für die Commerzbank dürfte die anziehende Konjunktur in Deutschland bleiben. Über die Mittelstandsbank profitiert die Commerzbank besonders von einer Erholung des vor allem mittelständisch geprägten Industriesektors. Der Anstieg des operativen Ergebnisses um 67 Prozent auf 225 Millionen Euro im dritten Quartal 2006 im Segment Mittelstandsbank belegt dies eindrucksvoll. Die zweite Antriebskraft für die Commerzbank-Aktie ist die Konsolidierung der europäischen Bankenlandschaft. Experten sind der Meinung, dass es im Bankensektor immer noch zu viele Akteure gibt, was grenzüberschreitend zu weiteren Übernahmen führen werde. Finanzinvestoren oder auch der Schweizer Großbank UBS wird regelmäßig Interesse an der Commerzbank nachgesagt.

Gute Leistungsdaten

Trotz des Feintunings im Zuge der Integration der Tochter Eurohypo dürfte sich die Commerzbank 2006 gut entwickelt haben, zumal das 9-Monats-Ergebnis mit einem Wachstum um 49 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro besser als erwartet ausgefallen ist. Der Nettogewinn für das Gesamtjahr wird auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt. Da die Restrukturierungsmaßnahmen 2006 weitgehend abgeschlossen wurden und somit keine Belastungen mehr erwartet werden, sollte die Gewinndynamik künftig zunehmen. Im laufenden Jahr ist mit einem Anstieg des Nettoergebnisses auf 1,92 Milliarden Euro zu rechnen. Damit gehört die Aktie mit einem 2007er-KGV von 11 zu den günstigsten im europäischen Bankensektor.

Potenzieller Spitzenwert

Die Commerzbank hat angesichts guter Perspektiven auf operativer sowie konjunktureller Ebene gute Aussichten im laufenden Jahr zu einem Spitzenwert im DAX zu avancieren. Da die Charttechnik nach dem Bruch der 30-Euro-Marke ebenfalls grünes Licht gibt, sollte sich der Einstieg auf dem aktuellen Niveau auf Jahressicht lohnen. Zusätzlichen Schub könnten zudem die regelmäßig aufkeimenden Übernahmespekulationen geben.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 04/2007.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV