- Marion Schlegel - Redakteurin

Physische Rohstoffe: Maple Leaf Platin (Teil 18)

Die Anlage in physische Edelmetalle wie Gold- und Silbermünzen wird immer beliebter. Im Rahmen der Serie „Physische Rohstoffe“ stellt DER AKTIONÄR an dieser Stelle die interessantesten Münzen vor.

Im Vergleich zu Gold- und Silbermünzen sind Münzen aus Platin rar gesät. So gibt es nur eine Handvoll Auswahlmöglichkeiten. Anders als bei physischem Gold und Silbermünzen fällt beim Kauf von Platinmünzen der volle Mehrwertsteuer­satz von derzeit 19 Prozent an. Erhältlich sind Platinmünzen wie auch die Varianten in Gold und Silber bei Banken oder verschiedenen Münzhändlern.

Zu den weltweit am weitesten verbrei­te­ten Platinmünzen gehört der kanadische Maple Leaf. Er hat eine Feinheit von 999,5/1000. Im Gegensatz zu seinen Gold- und Silberpendants wurde er bis jetzt allerdings, abgesehen von Son­der­aus­­gaben, regelmäßig nur von 1988 bis 1999 herausgegeben. Aufgrund der gestiegenen Edelmetallnachfrage hat die kanadische Münzprägeanstalt Royal Canadian Mint die Prägung der Unze erst im Jahr 2009 wieder aufgenommen.

Bekanntes Erscheinungsbild

Auf der Wertseite der Münze sind das Porträt von Königin Elisabeth II. so­­­wie am unteren Rand der Nennwert und das Prägejahr abgebildet. Die andere Seite ziert das kanadische Staatswappen, das Ahornblatt. Außerdem werden die Feinheitsangabe von 99,95 Prozent reinem Platin und aufgrund der Zweisprachigkeit Kanadas die numismatischen Daten auf Englisch und Französisch aufgeprägt. Beide Motivseiten sind mit Ausnahme des Porträts der Königin jährlich gleichbleibend.

Der Maple Leaf ist allerdings von Jahr zu Jahr unterschiedlich in den Stückelungen 1 Unze, 1/2 Unze, 1/4 Unze, 1/10 Unze und 1/20 Unze erhältlich. Zudem gibt es verschiedenen Sondereditionen, die insbesondere bei Sammlern sehr gefragt sind.

Mit einem Nennwert zwischen einem und 50 Kanadischen Dollar ist die Platinmünze gesetzliches Zahlungsmittel in Kanada. Wie bei Anlagemünzen üblich hat das Nominal nur symbolische Bedeutung, da bereits der Materialwert erheblich darüber notiert. Die Münzen eignen sich für Anleger, die sich auch im Platinbereich engagieren wollen. Aufgrund des höheren Mehrwertsteuersatzes sind sie allerdings weniger attraktiv als Gold- und Silbermünzen.

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