Phoenix Solar
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Phoenix Solar: Vorstand verlässt den Solarsumpf

Die Probleme der Solaranbieter reißen nicht ab. Vor kurzem überraschte Solarworld mit einer deftigen Gewinnwarnung. Bei Phoenix Solar läuten schon länger die Alarmglocken – jetzt geht der Vorstand. Anleger nehmen ebenfalls Reißaus.

Führungswechsel beim angeschlagenen Photovoltaikunternehmen Phoenix Solar: Vorstandschef Andreas Hänel tritt zurück. Hänel, Gründungsmitglied der Gesellschaft, habe sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 28. Februar niedergelegt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Nachfolger wird Finanzchef Bernd Köhler.

Umbau

Zugleich gab das Unternehmen eine Umstrukturierung bekannt. Phoenix Solar wolle sich von verlustbringenden Bereichen trennen. Ein Schwerpunkt des operativen Geschäfts liege künftig auf den wachstumsstarken Regionen in Asien und den USA. Dagegen seien die Kapazitäten in Spanien und Italien auf ein Minimum zurückgefahren worden. Die Tochtergesellschaft in Oman solle geschlossen werden, das aus Deutschland heraus betriebene Geschäft im Handels- und Projektbereich werde in seiner bisherigen Form eingestellt.

Schwaches Ergebnis

Die Veränderungen führten im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 zu außerordentlichen Aufwendungen insbesondere in Form von Abschreibungen und Rückstellungen in Höhe von rund acht Millionen Euro. Dadurch rutscht die Firma tiefer in die roten Zahlen als bisher erwartet. Nach vorläufigen Zahlen wird ein operativer Verlust beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 32 Millionen Euro verzeichnet - bislang hatte man 19 bis 25 Millionen Euro prognostiziert. Die Umsatzprognose für das laufende Jahr wurde deutlich nach unten geschraubt.

Aktie weiter meiden

DER AKTIONÄR rät weiterhin, die erst unlängst aus dem TecDAX gefallene Phoenix-Aktie zu meiden. Es kann lange dauern bis Anleger Vertrauen zurückgewinnen.

Drei Solar-Perlen

Die Konsolidierung der Solarbranche ist im vollen Gange. Während einige Unternehmen in den guten Zeiten zu expansiv gewachsen sind und nun unter ihrer Schuldenlast zusammenzubrechen drohen, weisen andere eine vergleichsweise solide Bilanz auf und sind schon wieder kurz davor, Gewinne zu schreiben. Welche das sind, lesen Anleger in der AKTIONÄR-Ausgabe 07/13. Diese kann hier heruntergeladen werden.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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