PFLEIDERER AG
- Markus Bußler - Redakteur

Pfleiderer: Der Nächste, bitte

Bei Pfleiderer legt der nächste Aufsichtsrat sein Mandat nieder. Nachdem bereits zwei Vertreter von Großaktionär One Equity Partner ankündigten, aus den Aufsichtsrat ausscheiden zu wollen, wird auch Wolfgang Haupt dem Gremium ab 1. März nicht mehr angehören.

Der Bau- und Möbelzulieferer Pfleiderer kommt nicht zur Ruhe. Nachdem sich zuletzt Insider von ihren Aktien getrennt hatten, sorgen jetzt Rücktritte im Aufsichtsrat für Stirnrunzeln bei den Anlegern. Und noch immer ist die Frage nicht geklärt: Wie sieht der Plan zur Restrukturierung des Unternehmens aus?

Kommt eine Kapitalmaßnahme?

Die roten Zahlen von Pfleiderer sollten jeden Anleger hinlänglich bekannt sein, genauso wie der Schuldenberg in Höhe von zuletzt mehr als 900 Millionen Euro. Bis Ende März haben sich die Banken dazu verpflichtet, keine Kredite zu kündigen. Und es darf davon ausgegangen werden, dass hinter den Kulissen an einem Rettungsplan gearbeitet wird. Die Insiderverkäufe deuten jedoch darauf hin, dass eine Rettung wohl schwerlich ohne eine Kapitalmaßnahme möglich sein dürfte, die die Anteile der Aktionäre erheblich verwässern dürfte.

DER AKTIONÄR hatte zuletzt mehrfach dazu geraten, eventuell noch bestehende Positionen in Kursstärken hinein zu verkaufen. Ob und wie Pfleiderer gerettet werden kann, steht noch immer in den Sternen. Die Informationspolitik ist alles andere als befriedigend. Zu dem Ausscheiden der Aufsichtsratsmitglieder gab es zuletzt nur schwammige Begründungen. Das Anlagevotum lautet daher bis auf weiteres: Anleger sollten die Pfleiderer-Aktie meiden.

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