PFLEIDERER AG
- Markus Bußler - Redakteur

Pfleiderer: BaFin ermittelt!

Der Fall Pfleiderer hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf den Plan gerufen. „Ja, wir sind informiert und prüfen einen möglichen Missbrauch“, bestätigte eine Sprecherin der BaFin auf Anfrage des AKTIONÄR. Zum Stand der Ermittlungen machte sie keine Angaben.

Zum Hintergrund: Ende vergangener Woche machte eine Meldung die Runde, wonach Pfleiderer-Aktionäre auf ein Abfindungsangebot spekulieren könnten. Die Rede war von maximal 1,00 Euro je Aktie. Die Aktie schoss daraufhin um rund 200 Prozent in die Höhe. Da die Meldung auch über eine Nachrichtenagentur verbreitet wurde, schien sie zunächst auch glaubhaft zu sein.

Kursmanipulation?

Doch Recherchen ergaben, dass die Lambert Financial Communication, die sich als Urheber der Nachricht zu erkennen gibt, bislang noch nie in Erscheinung getreten ist. Und auch die Suche nach der Firma verlief im Sande. Die Vermutung liegt Nahe, dass der Kurs auf diese Art und Weise manipuliert werden sollte. Was offensichtlich auch gelang. Das wiederum hat, wie oben bereits dargestellt, auch die BaFin auf den Plan gerufen.

DER AKTIONÄR rät Anlegern nach wie vor, die Finger von der Aktie zu lassen. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass Anleger auf eine Abfindung hoffen können. Auch wenn das Verfahren bei Pfleiderer noch einige Klagen nach sich ziehen dürfte, sind keine Gründe ersichtlich, weshalb die Aktie noch einmal zum Leben erwachen sollte. Finger weg!

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