Conergy
- DER AKTIONÄR

Perfekter Mix

Weil Zulieferer georderte Teile nicht rechtzeitig heranschaffen konnten, hat Conergy das anvisierte Umsatzziel im Geschäftsjahr 2006 nicht erreicht. Viele Anleger verabschiedeten sich daraufhin von der Aktie. Mit mehr als 750 Millionen Euro hat der Konzern „nur“ 42 Prozent mehr erlöst als im Vorjahr. Unterm Strich blieb ein Euro je Aktie hängen.

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2006 konnte Conergy nicht ganz erfüllen. 2007 gibt die Solarfirma dafür nicht nur im Geschäft mit der Sonne richtig Gas.

Weil Zulieferer georderte Teile nicht rechtzeitig heranschaffen konnten, hat Conergy das anvisierte Umsatzziel im Geschäftsjahr 2006 nicht erreicht. Viele Anleger verabschiedeten sich daraufhin von der Aktie. Mit mehr als 750 Millionen Euro hat der Konzern „nur“ 42 Prozent mehr erlöst als im Vorjahr. Unterm Strich blieb ein Euro je Aktie hängen. Neben dem verschobenen Geschäft in Höhe von 50 Millionen Euro schlugen unter anderem Ausgaben für den Produktionsstandort in Frankfurt/Oder und die Gründung neuer Gesellschaften zu Buche. Das gute daran: Bereits im laufenden Geschäftsjahr werden die Investitionen erste Früchte tragen und die neue Fabrik für mehr Unabhängigkeit sorgen.

Breit aufgestellt

2007 möchte Vorstandsvorsitzender Hans-Martin Rüter 1,25 Milliarden Euro umsetzen – 65 Prozent davon sind schon durch Aufträge abgedeckt. Im Vordergrund steht die Wachstumsstrategie „50/50/08“: Der Auslandsanteil soll bis zum Jahr 2008 von derzeit 37 Prozent auf die Hälfte ansteigen. Gleichzeitig ist geplant, 50 Prozent der Umsätze mit Solarthermie sowie Wind- und Bioenergie zu erwirtschaften – schon heute setzt Conergy etwa ein Viertel der Geschäfte in diesen Bereichen um. In der Umweltbranche ist diese Strategie einmalig und geschickt zugleich. Einerseits verabschieden sich die Hamburger von der Abhängigkeit des zyklischen Photovoltaikmarktes, andererseits profitieren sie von der hohen Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Deutschland nimmt hierbei immer noch eine Spitzenposition ein, doch auch weltweit nimmt das Interesse stetig zu.

Plan geht auf

Erst kürzlich hat Conergy den US-Systemintegrator Mesa Energy übernommen, um den Solar-Marktanteil in den Staaten von derzeit 12 Prozent weiter auszubauen. Daneben realisiert der Umweltspezialist beispielsweise eine Biogasanlage in Brandenburg, einen Windpark in Frankreich sowie eine Bioethanolanlage in Sachsen-Anhalt.

Fazit

Conergy ist gut positioniert und wächst deutlich schneller als der Branchendurchschnitt. In Anbetracht dessen scheint das 2008er-KGV von 16 nicht zu teuer und das verlorengegangene Vertrauen der Anleger dürfte bald wieder zurückkehren. Die jüngsten Kursrücksetzer können zum Einstieg genutzt werden.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 11/2007.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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