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PC-Spezialist nimmt neuen Anlauf

Die PC-Spezialist Franchise AG wird nach der Eintragung ins Handelsregister als Synaxon AG firmieren. Dies hat die Hauptversammlung des PC-Filialisten mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Die PC-Spezialist Franchise AG wird nach der Eintragung ins Handelsregister als Synaxon AG firmieren. Dies hat die Hauptversammlung des PC-Filialisten mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Von Steffen Eidam

Die Turbulenzen auf der Hauptversammlung vor einer Woche scheinen verdaut. Nach den Rückschlägen der Vergangenheit nimmt das Bielefelder Unternehmen jetzt einen neuen Anlauf. Dabei möchte man zum europaweit größten Kooperationssystem im IT-Markt aufsteigen - mit einem Umsatz von fünf Milliarden Euro. Möglich wird das nur mit einer großangelegten Expansionsstrategie. Die Pläne sehen unter anderem eine Vervierfachung der Franchisenehmer bis zum Jahr 2010 vor.

Neuer Name für PC-Spezialist

Die PC-Spezialist Franchise AG wird nach der Eintragung ins Handelsregister als Synaxon AG firmieren. Dies hat die Hauptversammlung des PC-Filialisten mit deutlicher Mehrheit beschlossen. In Zukunft wird der Konzern als Holding strukturiert sein, die einzelnen Geschäftsbereiche operieren dann als Tochtergesellschaften. Weiterhin haben die Anleger sowohl den Aufsichtsrat als auch den Vorstand für das Geschäftsjahr 2004 entlastet. Als neues Mitglied im Aufsichtrat nimmt Stefan Kaczmarek, Geschäftsführer der Laurea Media GmbH, zukünftig den Platz von Guido Evers im Aufsichtsrat ein. Der Vorschlag des Großaktionärs Cornerstone Capital AG, zwei eigene Kandidaten im dreiköpfigen Aufsichtsrat zu platzieren, wurde abgewiesen. Darüber hinaus schütten die Bielefelder auch in diesem Jahr eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie aus.

Zeichen stehen auf Wachstum

Das Management der Bielefelder hat sich hehre Ziele gesetzt. Demnach soll die Zahl der Franchisenehmer bis zum Jahr 2010 von derzeit rund 100 auf 400 gesteigert werden. Neue Läden sind in diesem Jahr in Bamberg, Bonn, Göppingen, Iserlohn, Lippstadt, Offenbach, Osnabrück und Tuttlingen eröffnet worden. Wie der Vorstandsvorsitzende Frank Roebers mitteilt, setze man weiterhin auf "branchenfremde Existenzgründer mit kaufmännischer Vorbildung", dieses Konzept habe bisher sehr gut funktioniert. Der Fokus liegt insbesondere auf den Ländern Baden Württemberg, Bayern, Schleswig Holstein und Hamburg. Aber auch für die Städte Mannheim, Heidelberg, Darmstadt, Hannover und Siegen will man noch in 2005 neue Vorvertragspartner finden.

Die Strategie des Fililalisten ist sehr transparent: Je nach Einwohnerzahl und Kaufkraft des Einzugsgebietes kann der Franchisenehmer zwischen N-Store (ab 150 qm Geschäftsfläche), C-Store (200-400 qm Geschäftsfläche) und XL-Store (ab 400 qm Geschäftsfläche) den passgenauen Betriebstyp wählen. Darüber hinaus gibt es den Betriebstyp "Der Mobile PC-Spezialist". Dieser ist in ländlichen Regionen mit weniger als 30.000 Einwohnern tätig - als mobiler IT-Experte ohne Ladenlokal bietet er seinen Kunden den Vor-Ort-Service (Beratung, Verkauf, Installation und Reparatur) zu Hause oder im Unternehmen.

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