RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

Paukenschlag bei RWE – Dea-Verkauf in trockenen Tüchern

RWE zählt am Freitag mit Abstand zum größten Gewinner im DAX. Der angeschlagene Energiekonzern kann seine Ölfördertochter Dea nach einer langen Zitterpartie nun doch verkaufen. Für fünf Milliarden Euro soll das Unternehmen bis Anfang März an den russischen Oligarchen Michail Fridman und die von ihm kontrollierte LetterOne-Gruppe gehen, wie RWE am Freitag mitteilte.

Vor allem Großbritannien, wo Dea im Meer nach Öl bohrt, hatte sich vor dem Verkauf quer gestellt. LetterOne will sich nun aber verpflichten, das britische Dea-Geschäft für mehrere Jahre getrennt von den restlichen RWE Dea-Aktivitäten zu führen. "Die Parteien gehen davon aus, dass mit der gewählten Konstruktion den Sorgen der britischen Regierung Rechnung getragen wurde", sagte ein RWE-Sprecher. Auch im Fall, dass Dea unter LetterOne am Ende seine Förderlizenzen für britische Ölfelder verliert, bleibe der Deal bestehen. Lediglich gegen eine weitere Abkühlung des Verhältnisses zwischen Russland und dem Westen hat sich LetterOne abgesichert: Sollten Sanktionen gegen die Gruppe oder ihre Eigner verhängt werden, müsste RWE innerhalb des ersten Jahres nach dem Geschäft die britischen Dea-Aktivitäten zurück erwerben, heißt es in der Mitteilung.

Abwarten

Durch den Kurssprung hat sich die charttechnische Situation der DAX-Aktie schlagartig verbessert und das alte Jahrestief ist in weite Ferne gerückt. Entwarnung lässt sich jedoch noch nicht geben. Der Energieriese leidet unter den sinkenden Strompreisen und der Energiewende. Anleger sollten weiterhin die Finger vom dem Wert lassen.

(mit Material von dpa-AFX)

 

 

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