Ruecker
- DER AKTIONÄR

Outsourcing-Profiteur

Das Outsourcing von Design- und Entwicklungsdienstleistungen boomt. Dieser Trend beschert dem international tätigen Ingenieurdienstleister Rücker hervorragende Wachstumsperspektiven. Das Unternehmen ist in den Bereichen virtuelle Produktentwicklung und Hochtechnologie-Forschung aktiv und erwirtschaftet rund 70 Prozent des Umsatzes im Automobilsektor. Die restlichen 30 Prozent der Erlöse entfallen auf die Luftfahrtbranche.

Angesichts gesättigter Märkte werden Kreativität und Innovationsfähigkeit immer wichtiger – vielversprechende Aussichten für die Rücker AG.

Das Outsourcing von Design- und Entwicklungsdienstleistungen boomt. Dieser Trend beschert dem international tätigen Ingenieurdienstleister Rücker hervorragende Wachstumsperspektiven. Das Unternehmen ist in den Bereichen virtuelle Produktentwicklung und Hochtechnologie-Forschung aktiv und erwirtschaftet rund 70 Prozent des Umsatzes im Automobilsektor. Die restlichen 30 Prozent der Erlöse entfallen auf die Luftfahrtbranche.

Modellvielfalt als Wachstumstreiber

Große Automobilkonzerne wie DaimlerChrysler und BMW sind gezwungen, in kürzer werdenden Abständen neue Modelle auf den Markt zu bringen, um ihre Marktanteile halten oder ausbauen zu können. Zusätzliche Modelloffensiven sind darüber hinaus notwendig, um neue Verbraucherschichten in China, Nordamerika und Indien anzusprechen. „Von diesen Trends im Automobilsektor profitiert Rücker enorm, da die Hersteller immer mehr Entwicklungsleistungen auslagern“, so Finanzvorstand Jürgen Vogt im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Eine stetig zunehmende Modellvielfalt sorgt bei Rücker auch in der Luftfahrtsparte für volle Auftragsbücher. Profitieren dürfte das Unternehmen in diesem Segment vor allem von dem Forschungs-und Entwicklungsbudget für den Boeing-Rivalen A350 XWB, das im Dezember von vier auf acht Milliarden Euro verdoppelt wurde.

Das Geschäft brummt

Da das Geschäft aktuell so gut wie nie zuvor läuft, will Rücker verstärkt in virtuelle Entwicklungstechnologien und Hochleistungs-Datennetzwerke, Softwareschulungen der Ingenieure und den Aufbau weiterer Niederlassungen an kundenbezogenen Standorten investieren. Zudem sind kleinere Zukäufe für die Randaktivitäten in den Bereichen Bahn und Elektronik geplant, um im Rahmen einer Diversifizierungsstrategie die Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung zu verringern. Für 2008 prognostiziert HypoVereinsbank-Analyst Nathan Kohlhoff bei Rücker einen Anstieg des Gewinns je Aktie von 0,67 auf 0,86 Euro bei einem Umsatz von 200,4 Millionen Euro.

Eindeutig unterbewertet

Mit einem 2008er-KGV von 9 ist die Rücker-Aktie angesichts der führenden Marktstellung des Unternehmens in Europa sowie glänzender Wachstumsaussichten eindeutig unterbewertet. Da zudem gute Chancen auf einen nachhaltigen Ausbruch über die 8-Euro-Marke bestehen, können Anleger beherzt zugreifen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 09/2007.

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