- DER AKTIONÄR

Online-Broker: Wer ist der beste?

Egal ob allwöchentlich im Standpunkt, der letzten Seite, in diversen Titelstorys oder in Expertengesprächen: Einhellig wurde im AKTIONÄR in den vergangenen Monaten und Jahren moniert, dass die meisten Deutschen einfach viel zu sehr an der falschen Sicherheit ihres geliebten Sparbuchs hängen und sich dadurch den enormen Chancen des Aktienmarktes standhaft verschließen. Nicht derart häufig thematisiert wird hingegen ein weiteres, auch sehr oft unterschätztes Problem zahlreicher Sparer in Deutschland: viel zu hohe Kosten bei der Geldanlage.
Denn während immer mehr Menschen selbst Dinge des täglichen Lebens online einkaufen, vertrauen viele beim Aktienkauf noch ihrer Filialbank. Dies mag bei womöglich langjährigen persönlichen Beziehungen durchaus verständlich sein. Geradezu sicher ist aber dabei vor allem eines: Man muss erheblich höhere Kosten tragen (und diese durch geschickte Transaktionen erst wieder erwirtschaften) als etwa bei einem günstigen Onlinebroker.
Zwar steigt Jahr für Jahr die Zahl derer, die ihre Aktien über das Internet selbst kaufen und verkaufen, aber es sind eigentlich immer noch zu wenige. Über die Gründe, weshalb viele Anleger höhere Kosten regungslos schlucken, während an anderer Stelle (beispielsweise bei Benzinpreisen) fieberhaft nach vermeintlichen Sparpotenzialen gesucht wird, lässt sich lediglich spekulieren.

Es lohnt sich wirklich!

Jeder kennt es natürlich: das Problem der Bequemlichkeit. Für sehr viele Menschen sind die Eröffnung eines neuen Kontos und der anschließende Wechsel der Depotbank ein Gräuel. Dabei geht es meist schnell und unkompliziert. Und vor allem lohnt es sich einfach: Die vereinfachten Beispielrechnungen auf Seite 44 zeigen auf, wie stark sich vor allem bei kleineren Beträgen hohe Kosten auf die Performance niederschlagen. Daher ist es vor allem für Privatanleger mit einem niedrigen Kapitalstock unerlässlich, die Kosten jeder Transaktion oder sonstige Gebühren genauestens im Auge zu behalten.
Schließlich belegen die Daten der von mehreren Direktbanken ins Leben gerufenen „Aktion pro Aktie“, dass knapp ein Drittel der Anleger nur mit einem relativ geringen Einsatz an der Börse „mitspielt“. Demnach haben 34 Prozent der deutschen Aktionäre nur 2.000 Euro oder noch weniger investiert. Gerade für diese Klientel ist die Wahl eines günstigen Onlinebrokers unerlässlich.

Nicht nur für Reiche

Dabei zeigen die Beispielrechnungen auf der Seite 44 eindeutig, dass mit einem günstigen Onlinebroker wie etwa flatex am Aktienmarkt auch mit niedrigen Beträgen erfolgreich investiert werden kann, ohne dass die Kosten kleinere Gewinne sofort wieder auffressen. Und damit wäre auch eines der wichtigsten Vorurteile gegenüber Aktien beerdigt. Denn knapp die Hälfte aller Deutschen ist der Ansicht, dass Aktien nur etwas für finanzkräftige Menschen sind. Mit einer günstigen Depotbank – und natürlich ausgestattet mit dem notwendigen Fachwissen sowie im Idealfall auch einem Quäntchen Glück – können aber selbst mit kleineren Beträgen an der Börse durchaus stattliche Gewinne eingefahren werden. Man muss allerdings hierfür auch ein gewisses Risiko in Kauf nehmen. Lediglich das Geld auf dem Tagesgeldkonto geduldig liegen zu lassen und abzuwarten, das reicht in der aktuellen Marktlage jedenfalls nicht mehr.

Zinsen sind kein Argument mehr

Zwar waren noch vor wenigen Jahren vor allem die Direktbanken für Zinsfüchse eine wunderbare Spielwiese. Zum einen lockten einige Institute mit wirklich satten Renditen auf das Tagesgeld, zum anderen gab es bei manchen Anbietern auch durchaus attraktive Wechselprämien – von teilweise mehr als 100 Euro. Derartig leicht verdientes Geld gibt es nun für die Sparer – dank der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank – natürlich nicht mehr. Selbst einer der spendabelsten Anbieter, ING-DiBa, die Tochter des niederländischen Finanzriesen ING, bietet mit derzeit 0,6 Prozent kaum noch Zinsen, die über der mittleren Inflation der vergangenen Jahre liegen. Ein weiterer Beleg dafür, dass Sparen allein – egal ob mit einem Sparbuch, einem Sparbrief oder dem Tagesgeldkonto – derzeit keinem Deutschen zu Reichtum verhelfen wird.

Vorsicht bei Lockvogelangeboten

Immer wieder gibt es zwar vereinzelte Lockvogelangebote, die dem potenziellen Kunden satte Zinsen versprechen. Diese sind aber leider oftmals an mitunter viele, zum Teil relativ komplexe Bedingungen geknüpft oder gelten nur für eine sehr kurze Zeit. Deshalb sollten sich vor allem börsenaffine Privatanleger nicht von diversen Sonderkonditionen locken lassen und verstärkt auf die Verzinsung der Tagesgeldkonten blicken, sondern vor allem die Kosten beim Ak­tienkauf und -verkauf im Auge behalten. Denn die Kosten sind für eine langfristige erfolgreiche Geldanlage alles andere als ein zu vernachlässigender Faktor.
Lockvogelangebote gibt es indes auch immer wieder bei den Transak­tionskosten. Auch hier sollten sich Privatanleger aber nicht davon blenden lassen, dass man womöglich eine begrenzte Anzahl an Trades oder eine bestimmte Dauer kostenlos oder zumindest stark verbilligt handeln kann. Vielmehr sollte das Hauptaugenmerk auf die Konditionen gelegt werden, die nach Ablauf der ersten Monate beziehungsweise nach dem Aufbrauchen der Free-Trades gelten. Denn ähnlich wie bei der Anlageentscheidung sollte auch bei der Auswahl des geeigneten Onlinebrokers auf die mittel- bis langfristigen Perspektiven (beziehungsweise Kosten) geachtet werden.

Handeln Sie!

An der Börse Geld zu verdienen ist selbst für „alte Hasen“ nicht leicht. Daher sollte man sich dieses ohnehin schon schwierige Unterfangen nicht durch zu hohe Kosten ohne Not zusätzlich erschweren. Den Weg zum günstigsten Onlinebroker weisen zahlreiche Portale wie unser Depotrechner. Gehen Sie nicht nur an der Börse sondern auch bei der Wahl Ihrer Depotbank akribisch auf Schnäppchensuche. Hier mehr erfahren.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Dial8 -
    Sie schreiben hier über die bestehenden Risiken, wobei ich auch hinzufügen möchte, dass diese möglichst diversifiziert werden sollten. Darunter meine ich mehrere Anlageformen zur gleichen Zeit. Ich würde ihre Aufmerksamkeit an binäre Optionen ( http://chiefbinaryoptions.com/de/stockpair-erfahrung ) richten. Nur richtige Verteilung lohnt sich am Ende.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV