DAX
- Michael Schröder - Redakteur

Ölpreis belastet: Achterbahnfahrt beim DAX geht weiter - das sind die nächsten Ziele

Die nächste Fahrt geht rückwärts. Nach zwei Tagen Erholung schwächeln DAX und Co heute wieder. Der erneut fallende Ölpreis und schwache Vorgaben aus Übersee sorgen für die entsprechenden Impulse. Die Volatilität dürfte weiter hoch bleiben. Auf Unternehmensseite sorgt die Berichtssaison für frischen Wind.

Für die Börsianer gilt derzeit weiter die Formel: „Fällt der Ölpreis, fallen auch die Kurse.“ Entsprechend schwach zeigten sich die Aktienmärkte in Amerika und Asien. Vor allem die chinesischen Aktienmärkte sind weiter in den Keller gerutscht. Der Shanghaier Composite Index und der Shenzhen Component Index sackten am Dienstag um mehr als sechs Prozent ab. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, verlor sogar über sieben Prozent. Die Märkte kamen besonders in der letzten Stunde des Handels ins Rutschen. Investoren scheinen verunsichert, ob die Regierung von ihren bisherigen massiven Eingriffen zur Stabilisierung der Kurse Abstand nehmen wird.

Auch der DAX fällt zurück. Dabei dürften nun wieder die charttechnischen Marken von 9.550 und 9.325 Punkten in den Fokus rücken. Fällt der DAX sogar unter die massive Unterstützung, drohen aus charttechnischer Sicht erneut kräftige Anschlussverluste bis 8.900 Punkte.

Die Berichtssaison läuft langsam an. Heute öffnet Siemens seine Bücher. Ansonsten berichten hierzulande vor allem Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe über ihre Geschäftsentwicklungen, während die Berichtssaison in den USA bereits voll in Fahrt ist. Dort legen unter anderen der iPhone-Konzern Apple, der Flugzeugbauer Boeing sowie der Software-Hersteller Microsoft Zahlen vor.

In den USA richten sich die Blicke zudem langsam wieder auf die Notenbank Fed, die zur Wochenmitte über ihre Zinspolitik entscheidet. Die Fed hatte im Dezember erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins angehoben. Experten zufolge dürften die Notenbanker nun zunächst stillhalten. Die nächste spannende Sitzung werde erst Mitte März stattfinden, so Helaba-Experte Patrick Franke. Der Fokus liegt Franke zufolge stattdessen auf Konjunkturdaten, wie dem US-Auftragseingang langlebiger Güter sowie der ersten Schätzung zum Wirtschaftswachstum der USA im vierten Quartal. In der Eurozone stehen Daten zum Wirtschaftswachstum und zur Preisentwicklung im Mittelpunkt des Interesses.

Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check im aktionaer.tv oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX zieht durch - 13.000 noch diese Woche?

Sage und schreibe 400 Punkte hat der DAX am Vortag zugelegt - die Anleger rechnen nach dem ersten Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich offensichtlich mit einem klaren Sieg des französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron in der Stichwahl. Für den DAX bedeutete dies ein … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Allzeithoch! - Erleichterungsrallye im DAX

Da ist es - das langersehnte Allzeithoch im DAX. Gegen 11 Uhr springt der deutsche Leitindex auf 12.398,05 Punkte und damit auf den höchsten Stand in seiner Geschichte. Auslöser für die Rallye ist der Sieg von Emmanuel Macron von der Bewegung "En Marche" im ersten Wahlgang der … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Frankreich hat gewählt - DAX feiert Macron

Aufatmen an den internationalen Kapitalmärkten: Emmanuel Macron hat den 1. Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich gewonnen. Der Worst Case, eine Stichwahl zwischen der Rechtspopulistin und dem Linken Jean-Luc Mélenchon wurde damit verhindert. In Japan steigen die Kurse kräftig, die … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Woche der Verkäufe - Hebel-Depot neu aufgestellt

Die Märkte haben vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich ihre Konsolidierung fortgesetzt. Zeitweise notierte der deutsche Leitindex unterhalb von 12.000 Punkten und damit unter einer wichtigen Unterstützung. DER AKTIONÄR hat angesichts der gestiegenen Unsicherheiten - neben Frankreich belastet … mehr