Royal Dutch Shell
- Martin Mrowka - Redakteur

Öl-Aktien nach Opec-Treffen im Aufwind

Das Treffen der in der Opec zusammengeschlossenen Rohöl-Förderländer in Wien ist beendet. Die Fördermenge wird ausgeweitet, doch nicht in dem Maße wie vom Markt erwartet. Die Ölpreise ziehen am Nachmittag deutlich an. Und die Aktienkurse von Shell, BP, Repsol und Co. folgen aufwärts.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will das Ölkartell die Tagesproduktion zwar um eine Million Barrel (à 159 Liter) ausweiten. Aufgrund von Produktionsengpässen in einigen Mitgliedsländern wird die Fördermengen-Ausweitung faktisch aber kleiner ausfallen. Ein namentlich nicht genannter Opec-Delegierter sagte laut Bloomberg. Faktisch werde die Produktion der Opec durch die Einigung um maximal 800.000 Barrel je Tag erhöht. Ursprünglich wollten Saudi-Arabien gemeinsam mit dem Nicht-Opec-Land Russland die zusätzliche Menge auf eine Million Barrel pro Tag ausweiten.

Ölpreise steigen - trotz Förderausweitung

Der Iran war gegen die Fördermengenausweitung, konnte nun aber zu einem Kompromiss bewegt werden. Noch in der Nacht wollte der iranische Ölminister das Treffen verlassen. Sollte die Vereinbarung umgesetzt werden, würden damit die Produktionsausfälle in einigen Opec-Ländern wie Venezuela ausgeglichen und die Opec-Produktion wieder auf das im Herbst 2016 vereinbarte Niveau angehoben.

Ziel der Opec ist es, die Ölpreise zwischen 60 und 80 Dollar je Barrel zu halten. Das wurde durch die Förderkürzung nach dem starken Preisverfall auf zeitweise unter 30 Dollar erreicht. Noch höhere Ölpreise als 80 Dollar tun der Weltwirtschaft weh und wirken letztlich konjunkturhemmend, was letztlich auch der Opec schaden würde. Laut Analysehaus GK Research wurden die letzten großen globalen Rezessionen durch einen nachhaltig hohen Ölpreis angekündigt.

Ölaktien weiter chancenreich

Die Ölpreise zogen am Nachmittag deutlich an und lagen zuletzt gut drei Prozent über dem Vortagesniveau. WTI-Öl zog auf knapp 68 Dollar an, Brent notierte über der 75-Dollar-Marke. Mit den anziehenden Ölpreisen legten auch die Anteile von Royal Dutch Shell, BP und Co. deutlich zu. Die Tagesgewinne belaufen sich auf über zwei Prozent. DER AKTIONÄR bliebt für die Aktien unverändert positiv gestimmt und rät weiter zum Kauf. Die Stoppkurse sollten bei 24,00 Euro (Shell) beziehungsweise bei 4,90 Euro (BP) und bei 13,10 Euro für Repsol belassen werden.

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