OceanaGold
- DER AKTIONÄR

Oceana wandert aus

In den letzten Tagen erreichten den AKTIONÄR besorgte Leserbriefe, in denen Anleger nach der weiteren Entwicklung von Oceanagold (alte Schreibweise: Oceana Gold) fragten. Das Papier wird nämlich seit dem 18. Juni nicht mehr an der Börse gehandelt. Was ist passiert? Hat Oceana das gleiche Schicksal ereilt wie die Mine Gleneagle Gold, die ihren Betrieb vor einigen Wochen einstellen musste?

Mit über 400.000 Unzen Goldproduktion wird Oceana 2009 zu den bedeutenden Minengesellschaften zählen. Über ein Zweitlisting in Kanada will man zudem neue Investoren gewinnen.

In den letzten Tagen erreichten den AKTIONÄR besorgte Leserbriefe, in denen Anleger nach der weiteren Entwicklung von Oceanagold (alte Schreibweise: Oceana Gold) fragten. Das Papier wird nämlich seit dem 18. Juni nicht mehr an der Börse gehandelt. Was ist passiert? Hat Oceana das gleiche Schicksal ereilt wie die Mine Gleneagle Gold, die ihren Betrieb vor einigen Wochen einstellen musste?

420.000 Unzen Gold

Mitnichten! Oceana präsentiert sich nach wie vor in hervorragender Verfassung. Im neuen Geschäftsjahr 2008, das am 1. Juli 2007 begonnen hat, plant das Unternehmen mit einer Goldproduktion von 323.000 Unzen. Herausgeholt aus der Erde wird das Gold in den Minen Reefton, Macraes und Frasers Underground, die alle in Neuseeland liegen. 2009 soll dann noch die Didipio-Mine hinzukommen, die auf den Philippinen liegt. Mit einer anfänglichen Förderung von rund 100.000 Unzen wird sie die gesamte Goldproduktion von Oceana auf circa 420.000 Unzen Gold im Jahr ansteigen lassen. Die Deutsche Bank rechnet bei Oceana für das Geschäftsjahr 2008 mit einem Umsatz von 462 Millionen Australische Dollar. Der Gewinn je Aktie wird mit 1,05 Australische Dollar angegeben. Demnach kämen die Oceana-Papiere auf ein 2008er-KGV von 4.

"Auswandern" nach Kanada

Dass die Aktien seit einigen Tagen vom Handel ausgesetzt sind, hat folgenden Hintergrund: Oceana hat einen Reverse-Aktiensplit im Verhältnis 5:1 durchgeführt und neue Anteilscheine ausgegeben. In einem weiteren Schritt wurde ein Zweitlisting an der Börse in Toronto durchgeführt. All diese Maßnahmen dienen dazu, die Handelbarkeit des Oceana-Papiers zu erhöhen. Toronto ist für Rohstoffaktien nämlich immer noch der größte und wichtigste Börsenplatz. Über das kanadische Zweitlisting möchte Oceana auch neue Anleger, vor allem institutionelle Investoren, anlocken. Einen ähnlichen Schritt hat übrigens vor wenigen Monaten auch die aktionärs-Empfehlung Moly Mines unternommen. Die Papiere der australischen Gesellschaft haben sich nach der Notierungsaufnahme in Kanada vervierfacht. Aktionäre von Oceana bekommen die neuen Papiere, die der Notierung in Kanada entsprechen, im Verhältnis 5:1 automatisch in ihr Depot gebucht. Sie tragen in Deutschland die Wertpapierkennnummer A0M VLD. In Einzelfällen kann es jedoch nötig sein, die depotführende Bank auf die Änderungen aufmerksam zu machen.

Aufschwung voraus!

Trotz einiger „Irrungen und Wirrungen“ läuft bei Oceana alles nach Plan. Das Listing in Kanada könnte schon bald für frischen Wind – und einen kräftigen Kursaufschwung – sorgen.

Kursziel bei Oceana: 4,00 Euro. Stopp: 1,70 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 28/2007.

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