Fresenius Medical Care
- DER AKTIONÄR

Nummer 1 lebt!

Die Zahl der Dialysepatienten nimmt seit Jahren stetig zu. Im vergangenen Jahr wurde weltweit die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Experten rechnen damit, dass in Zukunft die Patientenzahl sogar noch schneller steigen dürfte. Im Jahr 2020 erwartet man bereits nahezu 3,5 Millionen. Der Grund liegt darin, dass immer mehr Menschen an Diabetes Mellitus, Bluthochdruck oder Arterienverkalkung erkranken.

In den vergangenen Monaten bereitete die Aktie des Weltmarktführers für Dialyseprodukte und -dienstleistungen den Investoren nur wenig Freude. Der anstehende Newsflow könnte aber schon bald wieder Bewegung in den Wert bringen.

Die Zahl der Dialysepatienten nimmt seit Jahren stetig zu. Im vergangenen Jahr wurde weltweit die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Experten rechnen damit, dass in Zukunft die Patientenzahl sogar noch schneller steigen dürfte. Im Jahr 2020 erwartet man bereits nahezu 3,5 Millionen. Der Grund liegt darin, dass immer mehr Menschen an Diabetes Mellitus, Bluthochdruck oder Arterienverkalkung erkranken. Diese Krankheiten zählen zu den Hauptursachen für chronisches Nierenversagen. Von dieser Entwicklung profitiert in besonderem Maße der weltweit führende Anbieter von Dialyseprodukten und -dienstleistungen Fresenius Medical Care (FMC).

Prognosen erhöht

Die jüngsten Ergebnisse für das zweite Quartal fielen dementsprechend positiv aus. So erzielte die Gesellschaft einen Umsatzanstieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von elf Prozent auf 2,40 Milliarden Dollar. Das EBIT hat sich um fünf Prozent auf 391 Millionen Dollar verbessert. Der Nettogewinn erhöhte sich um 38 Prozent auf 179 Millionen Dollar. Dabei machten sich vor allem der gute Umsatz mit Dialyse-Maschinen sowie dem eigenen Medikament PhosLo, einem Phosphatbinder, deutlich bemerkbar. Diese Produkte hatte Fresenius Medical Care erst vor Kurzem auf dem nordamerikanischen Markt eingeführt. Positiv zu werten ist außerdem das Geschäft mit dem US-Dialyseserviceanbieter Da- Vita. Hier dürfte auch in Zukunft durch Maschinen- und Zubehörlieferungen der Umsatz deutlich zulegen können. DaVita hat jüngst seine Abnahmeverpflichtungen gegenüber Gambro aufgrund dessen Lieferschwierigkeiten aufgekündigt. Dieses Geschäft steht nun Fresenius Medical Care offen. Vor dem Hintergrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2007 hat der Konzern die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. So rechnet die Geschäftsleitung nunmehr mit einem Umsatz von 9,5 Milliarden Dollar sowie einem Jahresüberschuss zwischen 685 und 705 Millionen Dollar. Zuvor war man von Einnahmen in Höhe von 9,4 Milliarden Dollar und einem Gewinn im Bereich von 675 bis 695 Millionen Dollar ausgegangen.

Wichtige Termine

Von dem Kursrückgang seit Mitte Mai hat sich die Aktie mittlerweile wieder deutlich erholen können. Grund für den Downmove waren Diskussionen über das Anämiemittel Epogen, nachdem es bei Krebspatienten aufgrund von Anwendungsfehlern zu Todesfällen gekommen war. Zwischenzeitlich wurden aber die Dosierungsvorschriften sowie die Kostenerstattungsvoraussetzungen noch einmal bestätigt. Endgültige Sicherheit dürfte das FDA-Meeting Mitte September bringen, bei dem letzte Fragen geklärt werden sollen. Weitere News von der Produktseite sind zudem Ende September auf dem Capital Markets Day zu erwarten. Zusätzliche Fantasie erhalten die Titel durch einen neuen Gesetzesentwurf in den USA, dem größten Markt von Fresenius Medical Care. Dieser sieht die Verlängerung des Kostenerstattungszeitraums für Dialysepatienten bei privaten Krankenversicherungen vor. Geplant ist eine Verlängerung von 30 auf 42 Monate – erst nach diesem Zeitraum würden die Patienten an Medicare, die öffentliche Krankenversicherung in den USA, überwiesen. Sollte das Gesetz tatsächlich verabschiedet werden, dürfte sich dies äußerst positiv auf das US-Geschäft sowie die Gewinnmargen des Konzerns auswirken. Denn die Kostenerstattungsraten der privaten Krankenversicherungen sind doppelt so hoch wie die von Medicare.

Attraktives Einstiegsniveau

Der Konsolidierungskurs von FMC könnte schon bald beendet sein. Das FDA-Meeting im September könnte die restliche Unsicherheit aus dem Wert nehmen. Positive Impulse versprechen außerdem News im Rahmen des Capital Markets Days sowie eine eventuelle Gesetzesverabschiedung in den USA. Mit einem 2007er-KGV von 13 ist die Aktie moderat bewertet und somit ein Kauf. Für risikoaversere Anleger bietet sich der Erwerb des nebenstehenden Zertifikats mit Risikopuffer an.

Kursziel bei Fresenius Medical Care: 44,00 Euro. Stopp: 29,80 Euro.

Kursziel des Bonuszertifikates: 50,00 Euro. Stopp: 25,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 36/2007.

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