Novartis
- Marion Schlegel - Redakteurin

Novartis startet Aufholjagd: neue US-Kooperation

Der Pharmakonzern Novartis treibt den Ausbau seiner Immun-Onkologie voran. Mit dem amerikanischen Biotechunternehmen Xencor habe man eine Kooperations- und Lizenzvereinbarung für die Entwicklung bispezifischer Antikörper zur Behandlung von Krebs abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Novartis und Xencor wollen unter anderem Behandlungsmöglichkeiten für akute myeloische Leukämie und B-Zell-Tumore entwickeln. Novartis erhält zudem das Recht, vier weitere bispezifische Antikörper zu entwickeln und Technologien von Xencor für bis zu zehn Programme zu verwenden. Xencor erhält eine Vorauszahlung von 150 Millionen Dollar. Traditionelle monoklonale Antikörper binden sich an ein einziges Antigen. Bispezifische Antikörper sind hingegen laut Novartis so konstruiert, dass sie zwei verschiedene Antigene erkennen können. Das mache sie möglicherweise effektiver bei der Behandlung komplexer Krankheiten.

Kampfansage an die Konkurrenz

Novartis ist zudem stark im Bereich Nachahmer-Medikamente positioniert. Der Pharmakonzern will seinen Rivalen damit wichtige Biotech-Medikamenten-Milliarden-Umsätze abnehmen. Bis 2020 will der Basler Konzern sogenannte Biosimilars von fünf wichtigen Arzneien auf den Markt bringen. Mit den Originalversionen dieser Mittel erzielten die Konkurrenten Roche, Johnson & Johnson, Abbvie sowie Amgen im vergangenen Jahr einen Gesamterlös von 44 Milliarden Dollar, wie der Basler Pharmakonzern mitteilte. Die Nachahmerversionen könnten bis zu 75 Prozent billiger als die Originalmedikamente sein, sagte Novartis-Chef Joe Jimenez. Bislang bietet Novartis drei Biotech-Nachahmermittel an.

200-Tage-Linie im Fokus

Aus charttechnischer Sicht ist Novartis derzeit dabei eine ausgedehnte Bodenbildung abzuschließen. Bei gut 73 Euro stößt die Aktie dabei auf den 200-Tage-Durchschnitt. Gelingt der Sprung darüber, wäre dies ein klares Kaufsignal für die Aktie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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