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Novartis - Aus eigener Kraft

42 Prozent der Aktien des US-Pharmakonzerns Chiron hält Novartis bereits. Jetzt soll die vollständige Übernahme erfolgen. Das hierfür notwendige Kapital will das Schweizer Unternehmen dabei aus eigenen Mitteln stellen.

42 Prozent der Aktien des US-Pharmakonzerns Chiron hält Novartis bereits. Jetzt soll die vollständige Übernahme erfolgen. Das hierfür notwendige Kapital will das Schweizer Unternehmen dabei aus eigenen Mitteln stellen.

Für die fehlenden 58 Prozent der Aktien hat Novartis nun ein Angebot in Höhe von 40 US-Dollar unterbreitet, was einem Aufschlag von zehn Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch bedeutet. Anleger scheinen das Angebot aber für zu niedrig zu halten, denn nachdem die geplante Übernahme bekannt wurde, schoss der Kurs der Chiron-Aktie auf 43,14 Dollar.

Der Zeitpunkt für den Kauf scheint allerdings grundsätzlich günstig zu sein: Probleme bei der Herstellung des Grippe-Impfstoffs "Fluvirin" ließen die Chiron-Aktie in der Vergangenheit deutlich absacken; dass diese wieder behoben sind, ist nach Analystenangaben im aktuellen Kurs aber noch nicht berücksichtigt.

Sollte die Offerte auf dem gegenwärtigen Stand angenommen werden, stünde Novartis eine finanzielle Belastung von 4,5 Milliarden Dollar ins Haus. Angaben des Unternehmens zufolge soll die Übernahme aber aus eigener Kraft gestemmt werden können. Einige Experten zweifeln jedoch daran, dass die Mehrheit der Aktionäre ihre Papiere tatsächlich für den gebotenen Preis aus der Hand gibt, weswegen eine Nachbesserung des Angebots nicht unwahrscheinlich ist.

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