Nordex
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Nordex kritisiert Bundesregierung: Aktie bleibt „relativ stark“

Umweltminister Altmaier will eine Strompreisbremse einführen. Die Wirtschaftlichkeit für Windkraftprojekte könnte dadurch in Frage gestellt werden und den Ausbau gefährden. Für Nordex ist das nicht gut. Die Aktie hält sich wacker – zu Recht.

Der Rostocker Hersteller von Windkraftanlagen Nordex hat die Diskussion um die sogenannte Strompreisbremse als schädlich bezeichnet. Industrie und Investoren bräuchten Planungs- und Finanzierungssicherheit, sagte Nordex-Sprecher Ralf Peters der dpa. Wegen der geplanten Tarifkürzungen stellten zahlreiche Investoren und Banken die Wirtschaftlichkeit der Projekte in Frage und überprüften ihr Engagement oder verlangten höhere Sicherheiten.

Begrenzung

Nach dem Konzept von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) soll die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2014 an auf den Wert von 5,28 Cent pro Kilowattstunde begrenzt werden. Danach soll sie jährlich um 2,5 Prozent steigen. Die Vergütung für Neuanlagen werde in den ersten fünf Monaten auf den Marktwert des Stroms reduziert. Dann soll die Vergütung von Windanlagen auf 8,0 Cent pro Kilowattstunde sinken.

Höhere Kosten

Laut Nordex würde dies zu einem rückwirkenden Eingriff in Investitionsprojekte führen. "Damit ist der Vertrauensschutz berührt und die Ministerien gefährden einen wichtigen Wettbewerbsvorteil des Standorts Deutschland." Der Vorschlag verwundere umso mehr, da er mit dem Onshore-Wind die effizienteste Erzeugungsart von erneuerbarem Strom belasten würde, sagte Peters. Die mögliche Ausbremsung der Branche würde später zu weit höheren Kosten führen

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mit Material von dpa-AFX

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