Nordex
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Nordex-Aktie: Wie gewonnen, so zerronnen

Die Euphorie nach den Quartalskursen währte nur kurz: Die Nordex-Aktie verlor im gestrigen Handel über fünf Prozent an Wert und ist wieder deutlich unter die Marke von 3,00 Euro gefallen. Fallende Kurse sind wieder wahrscheinlich.

So richtig traut die Börse dem Geschäftsmodell von Nordex nicht: Obwohl der Windanlagenhersteller seit langem einmal wieder schwarze Zahlen geschrieben hat, hat die Aktie gestern rund fünf Prozent an Wert verloren. Im dritten Jahresviertel stiegdas EBIT auf 15,4 Millionen Euro. Das waren rund zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich blieben 7,7 Millionen Euro übrig, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

75 Millionen Gewinn in 2015

Große Hoffnungen setzt Nordex auf seine neu entwickelte Turbine N117/2400, die speziell für geringe Windgeschwindigkeiten entwickelt wurde. Anfang November gab Nordex bekannt, dank der guten Aussichten für die neue Windmühle im nächsten Jahr sogar wieder 130 neue Mitarbeiter am Hauptproduktionsstandort in Rostock einzustellen. Laut den im September vorgestellten längerfristigen Zielen will Nordex bis 2015 den Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro steigern und dabei eine operative Marge von mehr als fünf Prozent erwirtschaften.

Meiden

Der Preisdruck in der Windenergiebranche ist enorm und belastet die Gewinnmargen schwer. Hält Nordex dennoch sein Gewinnversprechen ein und erzielt 2015 einen operativen Gewinn von 75 Millionen Euro, hat die Aktie deutliches Aufwärtspotenzial. Ob das Management sein Versprechen einhalten kann, bleibt fraglich. Anleger sollten die Aktie vorerst meiden.

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| Jan Heusinger | 0 Kommentare

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