Nordex
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Nordex-Aktie: Beachtliches Kursziel!

Die Nordex-Aktie hat punktgenau auf der Unterstützung bei 5,30 Euro nach oben gedreht. Nun sollte es wieder zügig Richtung altem Zwischenhoch gehen. Langfristig ist durchaus noch viel mehr drin.

Die deutsche Windindustrie will in diesem Jahr stärker wachsen als 2012. Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie (BWE) wird der Bau von Anlagen mit einer Leistung von bis zu 3,5 Gigawatt (GW) angepeilt - ein Wachstum von knapp 44 Prozent. 2012 hatte es ein Wachstum von gut 20 Prozent auf 2,4 GW gegeben.

Versiebenfachung

Die Gesamtkapazität in Deutschland liegt nun bei gut 31 GW. Branchenkenner prognostizieren bis zum Jahr 2020 einen Anstieg bis auf 55 GW. Weltweit dürfte sich die Gesamtleistung dank der verstärkten Nachfrage nach Windenergie in den nächsten sieben Jahren sogar auf 334 GW mehr als versiebenfachen. Dann wird der weltweite Umsatz von Windenergieanlagen auf über 82 Milliarden Euro geschätzt. Rund ein Viertel davon dürften durch deutsche Hersteller realisiert werden. In einigen Regionen beträgt der Windstromanteil schon heute über 40 Prozent. Experten führen hier neben Norddeutschland die nordspanische Region Navarra auf. In Dänemark stammt bereits ein Viertel der Stromproduktion aus der Windenergie. An windreichen Tagen ist hier bereits eine Vollversorgung mit Windstrom Realität.

Unterbewertet

Davon dürfte Nordex profitieren. Der Windkraftturbinen-Hersteller Nordex hat schon zum Jahresauftakt 31 Prozent mehr umgesetzt als 2012. Treiber dafür war insbesondere der Heimatmarkt Deutschland und gute Verkäufe der Schwachwindanlage N117/2400. Das Management rechnet bei seiner mittelfristigen Planung mit einem Geschäftsvolumen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und einer EBIT-Marge oberhalb der Marke von fünf Prozent. „Ob wir das im Jahr 2015 oder 2017 erreichen, hängt sehr stark von der Konjunktur in unserer Branche ab", erklärte Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold gegenüber dem aktionär. Steht tatsächlich, wie prognostiziert, ein operativer Gewinn von mindestens 75 Millionen Euro an, ist die Aktie derzeit mit einer Marktkapitalisierung von rund 408 Millionen Euro unterbewertet - trotz einer Kursverdoppelung innerhalb der letzten zwölf Monate.

Sehr viel Potenzial

Die Aktie ist auf Basis der jüngsten Quartalszahlen nur mit einem Buchwert von rund 1,5 bewertet. Das Unternehmen ist demnach an der Börse nur 50 Prozent mehr wert, als an Vermögenswerten in den Büchern steht. Bei diesen Aussichten scheint der Windkraftanlagen-Hersteller sogar für Wettbewerber oder strategische Investoren wie Siemens oder General Electric als Übernahmeziel interessant zu sein. Genug Rückenwind für zweistellige Kursnotierungen auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre.

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