Nordex
- Jochen Kauper - Redakteur

Nordex-Aktie: Anleger aufgepasst - Dienstag Quartalszahlen!

Mit dem Zusammenschluss Von Nordex und der Windsparte von Acciona entsteht ein großer Windkraftkonzern. Der dürfte künftig in Sachen Profitabilität und Wettbewerbsstärke mit den Marktführern mithalten können. Es stellt sich nur die Frage, wie schnell und wie reibungslos der Zusammenschluss gelingen wird. Doch Fakt ist: Der Schritt ist richtig! Ohne diesen Schritt würden beide Firmen wohl bald den Anschluss an die stark wachsende Konkurrenz verlieren. Nordex ist jetzt so stark und profitabel wie seit vielen Jahren nicht und kann diesen großen Schritt wagen.

Zurückhaltung

Nordex warnte zuletzt davor, dass sich die Nachfrage für Windräder von Kunden aus Europa abschwächen dürfte. Hier will die Politik die Windkraftförderung bremsen. Etwa in Polen, wo 2015 nach Deutschland mit die meiste Windkraftkapazität neu errichtet wurde, die neue Regierung aber den erneuerbaren Energien äußerst skeptisch gegenüber steht. Aber auch in Deutschland, wo das Auktionsmodell nicht nur für große Photovoltaikprojekte, sondern ab 2017 auch für die Windkraft eingesetzt werden soll. Dabei ist noch immer unsicher, wie groß das Ausschreibungsvolumen für Windparks ausfallen wird. Daher ist es eine richtige Entscheidung von Nordex, fortan verstärkt auf junge Windmärkte in Schwellenländern zu setzen, die ein großes Wachstumspotential haben. Diese Verlagerung des regionalen Schwerpunktes wird aber Zeit benötigen. 2016 und 2017 dürften daher für Nordex Übergangsjahre sein.

Zahlen im Anmarsch

Am 10. Mai wird Nordex die Zahlen für das erste Quartal bekannt geben. Gut möglich, dass diese über den Erwartungen der Analysten liegen. Im Vorfeld der Acciona Übernahme war das Nordex-Managements sehr konservativ vorgegangen. „Erst jetzt, dass die Übernahme vollzogen ist, kann Nordex einschätzen, wie gut es tatsächlich um das starke Projektgeschäft von Acciona Windpower bestellt ist, wie rentabel es bereits ist und welches Potential Nordex hier realisieren kann“, sagt Jörg Weber von Ecoreporter.de. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass sich Nordex bei den Planungen Raum nach oben gelassen hat.

Aktie braucht neue Impulse

Nach den enormen Wertzuwächsen in 2015 ist ein wenig die Luft raus. Man muss nun sehen, wie Nordex der Zusammenschluss mit Acciona Windpower gelingt. Die Hoffnung auf gute Quartalszahlen wächst. Der Aktie würde das gut tun. Das Papier bleibt aktuell in ihrem Seitwärtstrend gefangen. Ein neues, nachhaltiges Kaufsignal entsteht erst dann, wenn die obere Begrenzung des Trendkanals bei 24,50 Euro durchbrochen wird. Erst dann lohnen sich neue Engagements. Der Stoppkurs bleibt bei 21,50 Euro. Langfristig sind die Aussichten gut.

 

 

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