Nordex
- Michael Schröder - Redakteur

Nordex-Aktie: Achtung, Gegenwind!

Die jüngste Euphorie scheint zunächst verflogen. Das charttechnische Bild der Nordex-Aktie hat sich etwas eingetrübt. An den fundamentalen Aussichten hat sich bei dem TecDAX-Konzern dagegen nichts geändert. Eine kurze Bestandsaufnahme.

Am 20. Mai markierte die Nordex-Aktie ein Hoch bei 23,26 Euro. Dann drehte der Wind. Die Papiere des Windkraftanlagenbauers gingen in den Konsolidierungsmodus über. Nachdem die erste Unterstützung im Bereich um 21,25 Euro wenig Halt bieten konnte, wartet nun eine horizontale Unterstützung bei 20,60 Euro. Im angeschlagenen Marktumfeld ist es fraglich, ob hier der laufende Rücksetzer stoppen kann. Ansonsten droht aus charttechnischer sicht ein Durchrutschen bis in den Bereich um 18,29 Euro.

Oberhalb von 22 Euro schwingen die Bullen wieder das Zepter. Ein neues Kaufsignal würde oberhalb von 23,26 Euro generiert. Am Wahrscheinlichsten erscheint im aktuellen Marktumfeld aber eine Fortsetzung der Konsolidierung in einer breiten Range zwischen 18,29 und 20,50 Euro.

Um dem negativen Trend gegenzusteuern, hat die Gesellschaft heute früh eine Pressemitteilung veröffentlicht. Nordex setzte demnach den Erfolg des ersten Quartals 2015 im April und Mai weiter fort. Allein im Heimatmarkt verbuchte der Windenergieanlagen-Hersteller in diesen zwei Monaten 17 Aufträge mit einer Kapazität von insgesamt mehr als 150 MW. Fast alle Kunden entschieden sich für die bewährte Schwachwindturbine N117/2400, die insbesondere im Binnenland durch ihre hohe Effizienz überzeugt. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Auftragseingang in Deutschland bei knapp 157 MW. Damit hat der Hersteller seinen Spitzenwert aus dem ersten Quartal 2014 nochmals übertroffen.

Dennoch scheint bei der Nordex-Aktie die Luft aber vorerst raus zu sein. Nach dem stürmischen Chefwechsel Ende Mai versucht die Unternehmensspitze, die Aktionäre bei der Stange zu halten. Bei der Hauptversammlung Anfang Juni erläuterte der neue Vorstandschef Lars Bondo Krogsgaard die Gründe für den überraschenden Abgang von Jürgen Zeschky, der als Erfolgsgarant für Nordex galt. Anleger schienen verunsichert, ob das Hamburger Unternehmen ohne den erfolgreichen Manager in der Erfolgsspur bleiben würde. Zeschky hatte das Ruder bei Nordex 2012 übernommen und die Gesellschaft aus den roten Zahlen wieder in die Gewinnzone manövriert. Der Vorstand ordnete auch die Beziehungen mit Zulieferern neu und verbesserte die Abläufe beim Aufbau der Windanlagen. Zuletzt gelang zudem der Abschluss eines besseren Kreditvertrags. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seinen Gewinn auf 39 Millionen Euro fast vervierfacht.

Für das laufende Jahr hat Nordex ein deutliches Umsatzplus im Visier. Die Erlöse sollen auf 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro klettern. Bereits 2014 hatte Nordex den Umsatz um 21 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert. Unter dem Strich könnten 0,84 Euro Gewinn je Aktie stehen. Damit wären die Papiere mit einem KGV von 24 bewertet. Risikobewusste Anleger können neue Positionen im Bereich um 18,50 Euro abstauben oder oberhalb von 22,10 Euro auf- und ausbauen. Am mittelfristigen Ziel von 25 Euro hält DER AKTIONÄR fest.

(Mit Material von dpa-AFX)


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