Nordex
- Martin Mrowka - Redakteur

Nordex: Aktie nach flauen Quartalszahlen im Aufwind

Nordex Windenergie 20090202

Manchmal animieren schlechter als erwartet ausgefallene Quartalszahlen zum Kauf der Aktie. So zu sehen heute bei Nordex. Der Windkraft-Anlagenbauer verbuchte wegen schwacher Geschäfte in Deutschland einen Umsatz- und Gewinneinbruch. Doch die Nordex-Aktie steigt.

Der Auftragseingang des TecDAX-Unternehmens lässt zu wünschen übrig. So ist etwa in Deutschland durch das 2017 eingeführte Auktionssystem die Nachfrage nach Windanlagen nahezu zusammengebrochen. Seit vergangenem Jahr bekommt für hiesige neu ausgeschriebene Windpark-Projekte den Zuschlag, wer die geringste Vergütung verlangt. Deutschland ist mit knapp 30 Prozent vom Umsatz für Nordex einer der wichtigsten Märkte. Auch andere europäische Länder hatten die Vergabeverfahren umgestellt. Das heizte auch den Konkurrenzkampf an und verursachte Preisdruck. 

Gewinn im ersten Quartal halbiert

Der Umsatz brach im ersten Quartal 2018 um knapp ein Viertel auf 488 Millionen Euro ein, wie Nordex mitteilte. Zudem sank die Profitabilität: Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben vom Umsatz nur noch 4,1 Prozent hängen nach 7,9 Prozent vor einem Jahr. Absolut bedeutete dies einen Rückgang des operativen Gewinns um mehr als die Hälfte auf 20 Millionen Euro.

Nordex selbst spricht in seiner Pressemitteilung von einem "soliden" Jahresstart - und bestätigt die Jahresprognosen. Für 2018 wird ein Umsatz von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro sowie eine Ebitda-Marge von 4,0 bis 5,0 Prozent angepeilt. Die Hoffnungen ruhen auf dem zweiten Halbjahr. "Für das Jahr 2018 erwarten wir unterschiedlich starke Quartale. In der zweiten Jahreshälfte werden Installationen und Umsätze höher als in den ersten beiden Quartalen ausfallen", sagte Konzernchef José Luis Blanco.

Nordex-Aktie zieht an

Die Nordex-Aktie zieht im frühen Handel um gut vier Prozent an, bleibt aber weiterhin unter der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 9,57 Euro verläuft. Der seit 2016 bestehende Abwärtstrend hat weiterhin Bestand. DER AKTIONÄR rät, Neuengagements zurückzustellen, bis sich die Geschäfte nachhaltig positiv entwickeln. Dann dürfte auch der Turnaround hin zu Kursen über 11 Euro gelingen.

 

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