Nordex
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Nordex: Endlich tut sich was

Wer hätte das gedacht: Windkraftanlagen aus dem Hause Nordex waren im vergangen Jahr gefragt wie lange nicht mehr. Der Auftragseingang legte um ein Drittel zu. Auch für 2012 sieht es gut aus. Anleger trauen sich wieder und steigen bei der Aktie ein.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 hat Nordex seinen Auftragsbestand auf 1,1 Milliarden Euro ausgebaut. Das ist eine Steigerung um knapp ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. In einer ersten Reaktion zeigten sich Börsianer erfreut. "Das ist deutlich besser als erwartet", kommentierte ein Händler. Anleger reagierten ebenfalls erfreut und stiegen bei der Aktie ein. Mit über sieben Prozent war die Nordex-Aktie gestern der stärkste TecDAX-Wert.

Hauptsächlich Europa

Beim Auftragseingang profitierte Nordex vor allem die gute Position in den europäischen Absatzmärkten. Hier verzeichnete der Konzern rund 77 Prozent seiner neuen Aufträge. Weitere 21 Prozent kamen aus dem lang schwächelnden US-Geschäft, wo die Gruppe vor allem im Schlussquartal mit fast 200 Millionen Euro beim Neugeschäft zulegen konnte.

Turnaround in 2012?

Aber das alles Entscheidende wird sein, was unter dem Strich übrig bleibt. Was nützen gute Umsätze, wenn der Konzern rote Zahlen schreibt. 2011 dürfte der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei rund 20 Millionen Euro liegen. Erst in diesem Jahr rechnet der Vorstand wieder mit einem Gewinn. Grund sind Margenprobleme, mit denen die gesamte Industrie zu kämpfen hat. Risikobewusste Anleger spekulieren darauf, dass die Nordex-Aktie ihre Tiefstkurse gesehen hat. Wird der Widerstand bei rund 4,50 Euro überwunden, kann es sehr zügig Richtung fünf Euro gehen. Der Stopp sollte bei 3,40 Euro platziert werden.

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