Nokia
- Florian Westermann - Redakteur

Nokia stellt Apple kalt

Zwischen Apple und Samsung tobt ein erbitterter Patentkampf. Was die meisten nicht wissen: Auch Nokia und Sony sind längst gegen die Kalifornier in die Schlacht gezogen. Die Chancen stehen gut, dass sich Nokia und Sony durchsetzen.

Zwischen Apple und Samsung tobt ein erbitterter Patentkampf. Was die meisten nicht wissen: Auch Nokia und Sony sind gegen die Kalifornier in die Schlacht gezogen. Die Chancen stehen gut, dass sich Nokia und Sony durchsetzen.

Apple unterliegt

Im schwelenden Patentkonflikt der Mobilfunk-Branche haben Sony und Nokia
einen Erfolg gegen den amerikanischen Kult-Konzern Apple erzielt. So entschied ein Geschworenen-Gericht im US-Staat Delaware, dass der iPhone-Hersteller drei Patente verletze, die bei einer Verwertungsgesellschaft der Unternehmen liegen. Ein Patent beschreibt ein Mobiltelefon mit Kamera, bei den beiden anderen geht es um ein Verfahren für Ablehnung oder Abbruch eines Telefongesprächs. Das geht aus den veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervor.

Geklagt gegen Apple hatte bereits im Jahr 2010 die Firma MobileMedia Ideas. Sie gehört neben Sony und Nokia auch dem Videopatent-Verwerter MPEG LA. Bei MobileMedia liegen rund 300 Patente für verschiedene Technologien. Experten gehen davon aus, dass Apple in Berufung gehen wird.

Apple verklagt selbst auf breiter Front Hersteller von Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android mit dem Vorwurf von Patentverletzungen. Derzeit berät ein Gericht in Kalifornien abschließend über eine Milliarden-Strafzahlung gegen Samsung, die Geschworene Apple im August zugesprochen hatten. Mit Nokia hatte Apple bereits ein Lizenzabkommen für andere Patentgruppen geschlossen.

Riesiger Patentschatz

Bis zu einem abschließenden Urteil dürfte noch einige Zeit vergehen. Die Meldung verdeutlicht aber einmal mehr, dass Nokia auf einem riesigen Patentschatz sitzt. Nicht zuletzt deswegen waren immer wieder Gerüchte über eine mögliche Übernahme aufgekommen. DER AKTIONÄR bestätigt das Kursziel von 3,80 Euro.

Mit Material von dpa-AFX.

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