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- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Nokia: Tag der Entscheidung

Nokia steckt in der Krise, der Konzern verliert bei Smartphones im Eilzugtempo Marktanteile an Apple und Co. Mit Microsoft an der Seite soll der Anschluss an die Weltspitze wieder hergestellt werden, doch Analysten sind skeptisch, was die Erfolgsaussichten betrifft. Jetzt öffnen die Finnen ihre Bücher für das vierte Quartal 2011. DER AKTIONÄR gibt einen Ausblick auf die Zahlen.

38 Millionen iPhones hat der US-Riese Apple allein in den drei Monaten von September bis Dezember 2011 verkauft und damit acht Millionen mehr, als von Analysten erwartet. Im finnischen Espoo wo Nokia seinen Stammsitz hat, würden schon die acht Millionen zusätzlichen Geräte einen Jubelstum entfachen (von den restlichen 30 gar nicht zu sprechen). So viel ist klar: Nokias brandneuer Hoffnungsträger, das Lumia, hat sich im vierten Quartal nicht annähernd so gut verkauft. Aber was erwarten die Anleger eigentlich von dem Unternehmen?

Einbruch ok, aber bitte nicht so massiv

Am Morgen notiert die Nokia-Aktie bei 4,05 Euro und damit rund 0,6 Prozent fester als am Mittwoch. Seit Wochenbeginn hat das Papier acht Prozent an Wert verloren. Die Angst, das Nokias radikaler Strategiewechsel bei Smartphones scheitert, ist groß.

Die Finnen setzen in dem Segment voll auf Microsoft und dessen Windows-Plattform. Nach Schätzungen von Analysten soll sich das erste Gerät dieser Klasse, das Lumia 800, seit der Einführung im November 2011 aber höchstens 1,3 Millionen Mal verkauft haben. Die Danske Bank befürchtet zudem einen überraschend starken Einbruch in Nokias Billighandy-Sparte und hat das Papier deshalb auf "Verkaufen" abgestuft.

Die Dänen stehen mit ihrer negativen Einschätzung nicht allein da: Laut Bloomberg erwarten Analysten im Schnitt bei Nokia einen Quartals

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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