DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Nikkei im Blutrausch - DAX vor neuem massiven Verkaufssignal!

Schwache Vorgaben von der Wall Street und schlechte Nachrichten zum Wirtschaftsleben in China haben den japanischen Leitindex Nikkei 225 am Dienstag schwer unter Druck gesetzt. Der Nikkei 225 büßt gegen 8:00 Uhr deutscher Zeit rund vier Prozent ein und fällt unter die Marke von 17.000 Punkten. Die Auswirkungen werden auch am deutschen Aktienmarkt zu spüren sein.

Unternehmensgewinne sinken

In China waren im August die Gewinne der Industrieunternehmen den dritten Monat in Folge gesunken und auch aus den USA kamen teils schwache Daten. So waren dort im August die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe überraschend zurückgegangen. Dass der Chef der regionalen US-Notenbank von New York, William Dudley, eine Leitzinserhöhung noch für dieses Jahr signalisierte, hatte hingegen keinen größeren Einfluss auf die Aktienkurse.

Zurzeit seien die Schwankungen am Aktienmarkt beträchtlich und die Märkte nicht berechenbar, sagte ein Börsianer. Er verwies auf den gesamtwirtschaftlichen Hintergrund samt der wachsenden Sorgen um das globale Wachstum, und auch auf die Möglichkeit, dass die US-Notenbank bereits im Oktober nun die Leitzinsen anheben könnte.

Neue Tiefs möglich

Der deutsche Aktienmarkt wird am Dienstag ebenfalls Verluste erleiden. Eine schnelle Erholung, wie sie Voraussetzung für eine Doppeltiefbildung Voraussetzung gewesen wäre, wird damit immer unwahrscheinlicher. Sollte auch noch das Tief bei 9.338 Punkten unterschritten werden, ist eine Beschleunigung der jüngsten Abwärtsbewegung möglich. Im Anschluss dürfte der DAX in Richtung 9.000 Punkte fallen beziehungsweise bis zur Unterstützung bei 8.910 Zählern.

DAX; Chart;

Sollte sich dieses Szenario einstellen, ist auch der seit 2011 gültige Aufwärtstrend so schnell nicht zurückzuerobern. Die Trendlinie verläuft momentan bei etwa 9.800 Punkten.

Irrationale Börse?

Die Großinvestoren sitzen auf riesigen Cash-Beständen, die Stimmung ist am Tiefpunkt, die Industrienationen wachsen, die Zinsen sind bei null - eigentlich ist das Fundament für steigende Kurse bereitet. Doch charttechnisch betrachtet ist es nicht gut um den deutschen Aktienmarkt bestellt. Nach dem Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends drohen weitere Kursverluste, sollte dieser nicht schnell zurückerobert werden. Spätestens beim Unterschreiten der Unterstützung bei 9.338 Punkten, sollten Aktienbestände reduziert beziehungsweise mit Short-Produkten abgesichert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


Apple ist Kult - und wird es immer bleiben?

Apple: Die Geburt eines Kults

Autor: Moritz, Michael
ISBN: 9783941493742
Seiten: 496
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten hier

Apple ist Kult. Unzählige Entwicklungen haben seit der Firmengründung im Jahre 1976 die Welt der Computer und unsere Alltagswelt revolutioniert. iPod, iPhone und iPad sind nicht mehr wegzudenken. Michael Moritz blickt in seinem Buch zurück auf die Anfänge dieser gigantischen Erfolgsgeschichte. Als Time-Redakteur bekam er Anfang der 80er-Jahre Einblicke ins Unternehmen, wie sie einem Außenstehenden nie zuvor und nie danach gewährt wurden. Moritz durfte an Meetings teilnehmen, die Entwicklung eines neuen Computers begleiten und Steve Jobs, Steve Wozniak und andere Protagonisten ausgiebig interviewen. Herausgekommen ist ein Klassiker der Wirtschaftsgeschichte. Das Buch ist um einen Prolog und einen Epilog ergänzt. Im Epilog skizziert Moritz das Geschehen bei Apple seit dem Erscheinen des Buches im Jahre 1984 und beleuchtet die neuesten Entwicklungen. Lesen Sie, was wahrhaft erfolgreiche Unternehmen ausmacht und wie sie ihren Erfolg nicht nur konservieren, sondern richtig durchstarten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Rallye - Draghi ist gut zum DAX

Die Europäische Zentralbank hat zwar nicht ganz das gemacht, was die Marktteilnehmer von ihr erwartet hatten. Unter dem Strich ist die jüngste Entscheidung der europäischen Notenbanker aber im Sinne der Aktionäre. Nach einem kurzen Rücksetzer unter die Marke von 11.000 Punkten hat der DAX umgehend … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Na endlich – Jahresendrallye im DAX

Es ist vollbracht: Der deutsche Leitindex hat nach monatelangem, nervenaufreibendem Auf und Ab den Ausbruch auf ein neues Jahreshoch gemeistert. Und wie! Der DAX eröffnete den Handel am Morgen mit einem dicken Aufwärtsgap und schwang sich sofort auf, auch die Marke von 10.900 Punkten zu überwinden. mehr