DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Nikkei blutrot - DAX vor neuen Tiefs?

Nach den schwachen Vorgaben aus Übersee geht es mit dem DAX am Morgen in den Keller. Die Indikationen deuten auf eine Xetra-Eröffnung unterhalb von 9.700 Punkten hin. Neben dem schwächeren Ölpreis sind es die jüngsten Aussagen eines US-Notenbankmitglieds, der die Märkte in leichte Aufregung versetzt. Aus technischer Sicht drohen dem DAX neue Zwischentiefs.

Die nächste Zinserhöhung im Dollarraum werde laut Eric Rosengren, Chef der Fed-Filiale von Boston, wohl früher kommen als von vielen an den Finanzmärkten erwartet. Wer nur eine oder keine Anhebung auf dem Zettel habe, sei womöglich zu pessimistisch, sagte er und sorgte damit für Missstimmung bei den Anlegern am Dienstagabend.

In Japan ging es heute kräftig nach unten. Wegen eines starken Yen verlor der Nikkei zwei Prozent und damit innerhalb weniger Tage mehr als 1.000 Punkte.

Belastung für DAX

Am Montag hatte der DAX wie erwartet einen Anlauf auf die obere Gap-Kante von Freitag bei 9.947 Punkten unternommen, diese aber nicht ganz erreichen können. Heute dürfte der deutsche Leitindex zum Handelsauftakt auf Xetra unter dem gestrigen Tagestief bei 9.732 Punkten eröffnen. Die nächste Auffanglinie wartet jetzt bei 9.675 Zählern. Unterhalb der Freitagstiefs müssten Anleger mit einem Rücksetzer in Richtung 9498 Punkte rechnen, der aber spätestens bei 9.300 Punkten beendet werden muss.

Von Konjunkturseite her erwartet den Anleger um 9.55 Uhr der deutsche Einkaufsmanagerindex vom Dienstleistungssektor. Heute Nachmittag stehen dann der Markit-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe sowie der ISM-Index für das nicht verarbeitende Gewerbe auf der Agenda. Die Daten könnten möglicherweise die Zinsängste der Anleger zerstreuen und für einen neuen Kaufimpuls sorgen.

Neue Verkaufssignale

Vorerst bleibt festzuhalten, dass der DAX mit dem Bruch der Unterstützung bei 9.750 Punkten ein neues Verkaufssignal generiert. Damit besteht kurzfristig die Gefahr, dass das Barometer die Marke von 9.500 Zählern anläuft. Wer noch Long-Positionen laufen hat, sollte bei Kursen unterhalb von 9.670 Zählern die Reißleine ziehen.

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