- DER AKTIONÄR

Nickelaktie zum Schnäppchenpreis

Die Hausse der Rohstoffe hat dazu geführt, dass viele Minenaktien zu hoch bewertet sind. Sally Malay ist da eine Ausnahme, das Papier ist noch günstig zu haben.

Die Hausse der Rohstoffe hat dazu geführt, dass viele Minenaktien zu hoch bewertet sind. Sally Malay ist da eine Ausnahme, das Papier ist noch günstig zu haben.

Von Olaf Hordenbach

Das Minenunternehmen Sally Malay wurde erstmals Ende 2003 im aktionär (vgl. Ausgabe 45/03) empfohlen. Da die Aktien des Unternehmens nach wie vor extrem niedrig bewertet sind - für 2006 errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 4 - wird es Zeit für eine neue Analyse.

Nickel aus Australien

Sally Malay besitzt zwei Nickelminen in Westaustralien, in denen auch die Metalle Kobalt und Kupfer vorhanden sind. Die wichtigste Mine liegt in der Kimberleyregion. Diese Mine ist bereits in Produktion und wird im Geschäftsjahr 2006, das am 30. Juni 2006 endet, rund 30 Millionen Australische Dollar an Vorsteuergewinn abwerfen. Kurz vor Produktionsstart steht die Mine Lanfranchi in der Region Kambalda, die voraussichtlich im dritten Quartal des laufenden Jahres den Abbaubetrieb aufnehmen wird. An Lanfranchi hält Sally Malay 75 Prozent, die restlichen 25 Prozent sind in der Hand von Donegal Resources. Analysten rechnen damit, dass die Lanfranchi-Mine im Finanzjahr 2006 circa 20 Millionen Australische Dollar an Vorsteuergewinn einbringen wird.

Sieben Jahre sind sicher

Nach der Inbetriebnahme der Lanfranchi-Mine rechnet der aktionär damit, dass Sally Malay jährlich rund 7.900 Tonnen Nickel, 3.800 Tonnen Kupfer und 460 Tonnen Kobalt produzieren wird. Die nachgewiesenen Reserven reichen in den beiden Minen für knapp sieben Jahre. Allerdings rechnen Geologen in der Lanfranchi-Mine mit weiteren Erzfunden, die das Minenleben nochmals um zwei bis die Jahre verlängern könnten. Derzeit laufen breitangelegte Bohrprogramme, die über die zusätzlichen Erzvorkommen Aufschluss geben sollen. Mit Ergebnissen ist innerhalb der kommenden zwölf Monate zu rechnen.

Sehr niedrig bewertet

Die Analysten von Patersons in Perth erwarten bei Sally Malay für das Geschäftsjahr 2006 einen Gewinn je Aktie von 0,24 Australische Dollar. Die australische Bank Macquarie Equity Research geht sogar von 30,5 Australischen Cent aus. Im ungünstigsten Fall errechnet sich somit ein sehr niedriges KGV von 4 für 2006.

Kursverdopplung möglich

Angesichts der guten Wachstumsaussichten, einer bereits in Produktion befindlichen Mine und Reserven, die für sieben Jahre Abbau reichen, sind die Anteilscheine von Sally Malay auf dem aktuellen Niveau eindeutig unterbewertet. Mittelfristig rechnet der aktionär mit einer Kursverdopplung.

 

Sally Malay

 

ISIN AU000000SMY0
Kurs am 11.05.2005 0,52 €
Empfehlungskurs 0,53 €
Ziel 1,00 €
Stopp 0,40 €
KGV 06e 4
Chance/Risiko 5/5

 

Artikel aus DER AKTIONÄR 20/05.

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