HTC CORPORATION
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Neuigkeit: Können Nokia, Apple und Samsung einpacken?

Teile der Presse sind begeistert. Erneut wurde ein spannendes Supersmartphone vorgestellt. HTC meldet sich damit als ernstzunehmender Player zurück. Der Konkurrenzdruck nimmt nicht nur deswegen zu.

Er liebt es, in Frankfurt ins Flugzeug zu steigen und kurz darauf in einer neuen Klimazone und Kultur auszusteigen. Seine längste Reise, die mit der Gründung eines Reisebüros im Jahr 1977 begann, ist noch nicht beendet. Doch Großaktionär Louis Arnitz deutet im Interview an, dass auch der ein oder andere Großkonzern ein Ticket für den i:FAO-Höhenflug buchen möchte.

DER AKTIONÄR: Herr Arnitz, i:FAO ist eine Erfolgsstory. Doch es gab auch schwierige Zeiten. Haben Sie jemals gezweifelt?

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Louis Arnitz: Zwischen 1999 und 2002 war ich persönlich durchaus enttäuscht, dass es langsamer ging als gedacht. Inzwischen habe ich mich an das Tempo gewöhnt - große Unternehmen (unsere Hauptkunden) agieren nun einmal langsamer, weswegen wir uns nicht sprunghaft, sondern eher nachhaltig entwickeln.

Viele fürchten eine Abkühlung der Konjunktur - spürt i:FAO etwas davon?

Eine Krise ist nicht automatisch schlecht für uns. Es gibt viele Konzerne, die gerade dann überlegen, mit Produkten wie dem unseren die Kosten zu senken.

Doch daneben wird sicherlich auch das ein oder andere Reisebudget gekürzt ...

... nicht aber die Anzahl der Reisen an sich. Vielmehr buchen unsere Kunden etwa statt Business-Class Economy-Class. Es ist uns vollkommen egal, ob der Manager drei Nächte im Waldorf Astoria oder nur eine Nacht im Holiday Inn bucht.

Wir rechnen pro Buchung ab - egal wie teuer gebucht wird, bei uns klingelt bei jeder Transaktion in gleichem Umfang die Kasse.

Wie macht sich der Konkurrenzdruck bemerkbar, sinken die Preise?

Es gibt Wettbewerber, die versuchen, mit billigeren Preisen Marktanteile zu gewinnen. Wir haben aber weiterhin einen deutlichen Vorsprung bei den Marktanteilen und der Technologie.

Unsere Preise orientieren sich sehr filigran an den Bedürfnissen der Kunden und der Bedeutung für uns. Gesenkt haben wir die Preise nie. Wir vertreiben lediglich ein Produkt nicht mehr über Reisebüros, sondern direkt - unsere Marge bleibt gleich.

i:FAO wächst seit Jahren konstant. Ist ein Ende der Wachstumsstory absehbar?

Nein. Wir sehen noch riesige Möglichkeiten. Es gibt genügend deutsche Weltkonzerne, die noch gar keine Reisemanagement-Software nutzen.

Auch im Ausland erkennen wir Chancen. Wir sind sehr erfolgreich in Österreich, der Schweiz, Holland und Belgien. Zudem versuchen wir, in Frankreich Aufträge an Land zu ziehen. Auch in UK sehen wir gutes Wachstum. Zudem gibt es zunehmend Anfragen aus Mittel- und Südamerika. Gemeinsam mit unseren Kunden erschließen wir auch Asien.

Konkret: Wie verlief das Geschäft in den letzten Wochen?

Im Dezember war ein Mini-Boom feststellbar. Diese neuen Aufträge werden jetzt nach und nach implementiert und wirken sich auf die Umsatzentwicklung aus. Besonders starke Nachfrage spüren wir derzeit von Firmen aus der Hochtechnologie, IT, Luftfahrt und Banken.

Herr Arnitz, Sie besitzen rund 44 Prozent der Aktien - auf ewig?

Man kann nie ausschließen, dass man seine Aktien einmal verkauft. Wenn jemand käme, der seriös ist und für die Firma einen Gewinn darstellt - was ein global agierendes Unternehmen wäre - würde man das sicherlich prüfen. Man muss sehen, was die Zukunft bringt.

Ein solches Unternehmen wäre Concur...

Es gibt immer wieder einmal Gespräche mit dem großen amerikanischen Konkurrenten oder auch anderen Konzernen, die an i:FAO interessiert sind. Doch man müsste sich beim Preis einigen. Und unser Aktienkurs spiegelt nicht das wider, was wir operativ erreicht haben. Eine faire Bewertung wäre Voraussetzung für einen Verkauf - auch im Sinne unserer Aktionäre.

Das Interview ist in der Rubrik "Top-Tipp Spekulativ" in der AKTIONÄR-Ausgabe 08/2013 erschienen. Die aktuelle Einschätzung lesen Sie hier.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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