DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Neuer Tag, neues Tief - der DAX schon wieder im Minus, nicht nur wegen VW!

Der DAX dürfte im Sog von Konjunktursorgen und schwachen Vorgaben aus Übersee seine Talfahrt am Mittwoch fortsetzen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen unter der Marke von 9.500 Punkten. Das Jahrestief bei 9.338 Punkten vom August-Crash rückt damit wieder näher.

Erneute Sorgen um China

Schwache Konjunkturdaten aus China nährten zur Wochenmitte einmal mehr die Sorgen der Anleger um die Weltwirtschaft. So fiel die Stimmung in Chinas Wirtschaft auf tiefsten Stand seit sechs Jahren. An den Börsen des Landes ging es teils deutlich nach unten. Auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones geriet nach der Vorlage der Daten unter Druck. Im Handelsverlauf richten sich die Blicke auf Daten zur Einkaufsmanagerstimmung in der Eurozone.

VW-Aktie im Fokus

Zudem bleibt der Abgas-Skandal bei Volkswagen (VW) im Fokus. Die VW-Aktie setzt ihre Talfahrt im frühen Handel fort. Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan strich seine Kaufempfehlung für die VW-Aktie. Im schlimmsten Fall sieht er ein Schadensvolumen von 40 Milliarden Euro auf VW zukommen. Für Tim Rokossa von der Deutschen Bank bietet sich selbst nach den hohen Kursverlusten noch keine Kaufgelegenheit, denn das volle Ausmaß des Skandals dürfte seiner Meinung nach noch länger im Dunkeln liegen.

Neues Verkaufssignal

Der DAX hatte am Dienstag bei 9.570 Punkten geschlossen und im Candlestick-Chart ein sogenanntes "Bearish Engulfing Pattern" ausgebildet. Dieses Chartmuster verheißt nichts Gutes. Die nächste Auffanglinie ist erst bei 9.400 Punkten zu finden beziehungsweise bei 9.338 Zählern, dem Tief vom 24. August. Eine Entspannung verspräche erst ein Sprung über die 10.000-Punkte-Marke, diese rückt aber immer mehr in weite Ferne.

Vorsicht Falle!

Die Meldungslage am deutschen Aktienmarkt ist bescheiden, die Stimmung der Anleger am Boden. Das ist aber einer der Gründe, warum der DAX in den nächsten Monaten wieder steigen könnte, wie DER AKTIONÄR in seiner aktuellen Ausgabe erörtert. Kurzfristig sind aber weitere Kursverluste möglich beziehungsweise wahrscheinlich.

(Mit Material von dpa-AFX)

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