AKEENA SOL./WEST.SO.DL-01
- DER AKTIONÄR

Neuer Solarstern

Keine Frage, das weltweite Interesse an Solaraktien ist ungebrochen. Da die meisten Aktien der etablierten Unternehmen jedoch schon ambitioniert bewertet sind, richten viele Investoren den Blick wieder auf noch unbekannte Nischenplayer. Bestes Beispiel: die US-Solarfirma Akeena.

Akeena Solar erhält immer mehr Zuspruch von institutionellen Investoren und holt sich starke Partner ins Boot. Der Einstiegszeitpunkt bei dem Papier könnte ideal sein.

Keine Frage, das weltweite Interesse an Solaraktien ist ungebrochen. Da die meisten Aktien der etablierten Unternehmen jedoch schon ambitioniert bewertet sind, richten viele Investoren den Blick wieder auf noch unbekannte Nischenplayer. Zwar sind die Risiken hier nicht weniger gering, dem stehen jedoch auch überdurchschnittliche Chancen gegenüber. Bestes Beispiel: die US-Solarfirma Akeena.

Institutionelle steigen ein

Multimilliardär David Gelbaum legte sich über seine Beteiligungsgesellschaft Quercus Trust mittlerweile knapp 1,4 Millionen Akeena-Aktien ins Depot. Eine bisher unbekannte Investorengruppe legt noch eins drauf und hat kürzlich eine anstehende Kapitalerhöhung zu einem Kurs von sieben Dollar je Aktie komplett gezeichnet. Rund 26 Millionen Dollar fließen der Solarfirma dadurch zu. Dass sich die neuen Anteilseigner zusätzliche Aktienoptionen mit einem Ausübungspreis von über zehn Dollar gesichert haben, spricht für sich. Weitere Investoren dürften folgen, denn Akeena hat jüngst den Wechsel an die Technologiebörse Nasdaq vollzogen.

Neue Partnerschaft

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Modulhersteller Suntech Power. Dieser wird im kommenden Jahr neue Module für Akeena produzieren, welche die US-Firma selbst entwickelt hat. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen soll dabei im günstigeren Preis sowie einer unkomplizierten und somit um die Hälfte schnelleren Installation liegen. Etabliert sich die Bauweise, könnten sich weitere Solarfirmen für das Patent interessieren.

Äußerst fix geht es auch mit dem Wachstum voran: Im ersten Halbjahr 2007 legten die Umsätze um 160 Prozent auf rund 14 Millionen Dollar zu. Da die zweite Jahreshälfte branchenüblich jedoch stets besser verläuft, dürfte es nicht verwundern, wenn Vorstandschef Barry Cinnamon das ursprüngliche Ziel von einem Zuwachs um 135 Prozent nochmals anhebt. Ein Wermutstropfen ist allerdings die Profitabilität. Zwar liegt die operative Marge bei respektablen 24 Prozent, unter dem Strich dürfte Akeena im Gesamtjahr 2007 nicht zuletzt wegen hoher Marketingkosten jedoch einen Verlust von rund 0,30 Dollar je Anteilschein verbuchen.

Fazit

Das starke Interesse von institutionellen Investoren gepaart mit weit überdurchschnittlichen Wachstumsraten könnte die Akeena-Papiere beflügeln. Die aktuelle Kurskorrektur dürfte somit ideal für einen Einstieg sein. Wegen der vergleichsweise geringen Umsätze in Deutschland sollten Anleger nur limitiert oder in New York ordern.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 47/2007.

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