- DER AKTIONÄR

Neuer Skandal?

Die Meldung über eine Steuernachforderung in Millionenhöhe, hat den Aktienkurs von Vimpelcom um 30 Prozent einbrechen lassen. Ist die Aktie jetzt ein Kauf?

Massive Kursverluste an der russischen Börse haben Anlegergelder in Höhe von umgerechnet zehn Milliarden Dollar in Rauch aufgelöst. Ursache der Kapitalflucht waren Meldungen, nach denen der Kreml nun Steuernachforderungen in Millionenhöhe gegen den Mobilfunkkonzern Vimpelcom erhebt.

Falsch gerechnet?

Vimpelcom, die Nummer zwei auf dem russischen Telekommunikationsmarkt, soll Berichten zufolge umgerechnet 104 Millionen Euro an Steuernachzahlungen und zusätzlich rund 20 Prozent Strafe leisten. Das Unternehmen bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens. Allerdings sei man mit den "darin enthaltenen vorläufigen Schlussfolgerungen" nicht einverstanden.

Die heftige Reaktion des Aktienmarktes beruht auf den eindeutigen Parallelen zum Skandal um den russischen Ölgiganten Yukos. Auch im Fall Vimpelcom werden politische Hintergründe nicht ausgeschlossen.

Fazit: Finger weg von Vimpelcom!

ISIN US68370R1095
Kurs am 16.12.2004 22,65 €

Hinweis: Der Artikel ist in Ausgabe #52/04 von DER AKTIONÄR erschienen.

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