CVS Caremark Corp.
- DER AKTIONÄR

Neuer Gigant

In den vergangenen Jahren gingen regelmäßig Meldungen von Fusionen und Unternehmensübernahmen durch die Presse. Ein Sektor, in der Fusionen besonders beliebt sind, ist die Pharmabranche. Bekannteste Beispiele in der Vergangenheit waren Bayer und Schering sowie Sanofi und Aventis. Hohe Synergieeffekte sind meist die Folge eines solchen Zusammenschlusses.

Die Akquisition von Caremark lässt CVS zum größten Medikamentenhändler der USA aufsteigen. Der Zusammenschluss dürfte zu deutlichen Synergieeffekten führen.

In den vergangenen Jahren gingen regelmäßig Meldungen von Fusionen und Unternehmensübernahmen durch die Presse. Ein Sektor, in der Fusionen besonders beliebt sind, ist die Pharmabranche. Bekannteste Beispiele in der Vergangenheit waren Bayer und Schering sowie Sanofi und Aventis. Hohe Synergieeffekte sind meist die Folge eines solchen Zusammenschlusses. So auch bei der jüngsten Übernahme des Medikamenten-Vermittlers Caremark durch die Drogerie- und Apothekenkette CVS, die damit zum größten Player der Branche in den USA aufsteigen wird.

Die Nase vorn

Aus einem mehrere Monate dauernden Bieterstreit ging letztendlich CVS als Sieger hervor, obwohl Express Scripts, ein kleinerer Rivale von Caremark ein besseres Angebot vorgelegt hatte. Die Ursachen lagen einerseits in wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegenüber einem Zusammenschluss mit Express Scripts. Auf der anderen Seite hätte die Übernahme durch Express Scripts fremdfinanziert werden müssen, wodurch das kombinierte Unternehmen – Caremark ist schuldenfrei – einen Schuldenberg aufgebürdet bekommen hätte. Die Übernahme soll über einen Aktientausch erfolgen. CVS gibt für jede Caremark-Aktie 1,76 eigene Titel aus. Des Weiteren fließt eine Sonderdividende von 7,50 Dollar.

Deutliche Synergieeffekte

CVS erwartet sich durch den Zusammenschluss jährliche Kostensynergien in Höhe von 500 Millionen Dollar. Darüber hinaus wird das Unternehmen voraussichtlich im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte und der Diversifikation des Angebots in den einzelnen Filialen ab dem kommenden Jahr zusätzliche Umsatzerlöse von 800 Millionen Dollar bis zu einer Milliarde Dollar generieren. Außerdem soll sich durch die Fusion ein positiver Ergebniseffekt von acht bis zehn Cent je Aktie ergeben, für das Geschäftsjahr 2009 sogar in Höhe von 14 bis 18 Cent pro Anteilschein. Aber auch organisch dürfte CVS durchaus gute Umsatz- und Gewinnsteigerungen vorweisen können. Positiv könnte sich in den kommenden Jahren der Anstieg der Lebenserwartung, aber auch die immer beliebter werdenden Generika auswirken. Gegenüber Originalpräparaten weisen diese für die Händler wesentlich höhere Margen auf.

Für Langfristinvestoren

Durch die Übernahme von Caremark hat CVS seinen Expansionskurs erfolgreich fortführen können. Die Synergieeffekte dürften sich spätestens im kommenden Geschäftsjahr deutlich bemerkbar machen. Nicht zuletzt das anziehende margenträchtige Generikageschäft dürften das Ergebnis zusätzlich nach oben treiben. Mit einem 2008er-KGV von 15 ist CVS zudem moderat bewertet. Langfristig orientierte Anleger legen sich ein paar Stücke ins Depot.

Kursziel bei CVS: 32,00 Euro. Stopp: 20,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 14/2007.

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