- DER AKTIONÄR

Neue Ära

Nach der bilanziellen Sanierung ist die Beteiligungsgesellschaft M.A.X. Holding wieder in der Erfolgsspur. Die Aktie ist noch verlockend günstig und wurde von der breiten Anlegermasse noch nicht entdeckt.

Nach der bilanziellen Sanierung ist die Beteiligungsgesellschaft M.A.X. Holding wieder in der Erfolgsspur. Die Aktie ist noch verlockend günstig und wurde von der breiten Anlegermasse noch nicht entdeckt.

Von Markus Horntrich

Wachstum und Expansion waren in den vergangenen zwei Jahren bei der in Düsseldorf ansässigen M.A.X. Holding AG ein Fremdwort. Zu sehr war man mit dem eigenen Überlebenskampf beschäftigt. Mittlerweile aber ist die Beteiligungsgesellschaft, die sich auf die Bereiche Automation von Fertigungsprozessen und Maschinen-Anlagenbau spezialisiert hat, über den Berg.

Schlussstrich gezogen

Verantwortlich für die Schieflage der Düsseldorfer waren fremdfinanzierte, teure Akquisitionen und die Ungeduld der finanzierenden Banken. Letztere hätten im Jahr 2003 fast die Kredite platzen lassen, was beinahe die Pleite herbeigeführt hätte. Erst der Einstieg der Beteiligungsgesellschaft Fortas, an der auch der auch Vorstandschef Bernd Priske beteiligt ist, zwei Kapitalerhöhungen über insgesamt zwölf Millionen Euro und ein Konsortialkredit über 16,5 Millionen Euro ermöglichten die Sanierung. Mit der Rückzahlung des 1997 emittierten Wandelgenusscheins im vergangenen Monat zog das Unternehmen einen Schlussstrich unter das wohl düsterste Kapitel seiner Unternehmensgeschichte.

Wachstum im Ausland

Den Schlüssel für das künftige Wachstum sieht das Management in der Internationalisierung. Aktuell beträgt der Auslandsanteil am Umsatz zwischen 45 und 50 Prozent. Bei der Auslandsexpansion helfen soll die Ende 2004 übernommene Bartec Dispensing Technology. Von deren Vertriebsgesellschaften im Ausland wird erwartet, dass sie als "Türöffner" für die restlichen Beteiligungsunternehmen fungieren. Dank der Bartec-Übernahme will die M.A.X. Holding in diesem Jahr ihren Umsatz von 134 Millionen auf über 150 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig soll der Gewinn vor Steuern und Zinsen von 6,3 auf mehr als acht Millionen Euro klettern. Auf Nettoebene ist damit ein Gewinn von 0,15 Euro je Aktie realistisch. 2006 könnte der Umsatz dank der forcierten Auslandsexpansion auf knapp 159 Millionen Euro anwachsen. Unter dem Strich sollte dann ein Gewinn von 0,19 Euro je Aktie möglich sein. Für 2006 ergibt sich damit ein überaus günstiges KGV von 8.

Unter Eigenkapital

Das niedrige KGV verdeutlicht , dass man sich der bilanziellen Gesundung an der Börse noch nicht vollends bewusst ist. Dies belegt auch die Tatsache, dass der aktuelle Börsenwert von knapp 37 Millionen Euro 19 Prozent unter dem bilanziellen Eigenkapital von 44 Millionen Euro liegt. Eine Bewertung mit dem 0,5fachen Umsatz und einem 2006er-KGV von 15 ist für die Beteiligungsgesellschaft allemal gerechtfertigt, so dass auf Sicht von einem Jahr Kurse von 2,80 Euro möglich sind. Spätestens wenn das Management die ersten Erfolge meldet, dürfte auch die breite Anlegermasse aufspringen.

M.A.X. Holding

 

ISIN DE0006580905
Kurs am 18.07.2005 1,73 €
Empfehlungskurs 1,58 €
Ziel 2,80 €
Stopp 1,40 €
KGV 06e 8
Chance/Risiko 5/3

 

 

Artikel aus DER AKTIONÄR (29/05)

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