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Netsmart – Konkurrenzlos günstig

Die US-Firma Netsmart ist Marktführer in einer Wachstumsbranche - und trotzdem ein echtes Schnäppchen. In den letzten 28 aufeinander folgenden Quartalen hat das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben

Die US-Firma Netsmart ist Marktführer in einer Wachstumsbranche - und trotzdem ein echtes Schnäppchen. In den letzten 28 aufeinander folgenden Quartalen hat das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben

Von Frank Phillipps

Das Kerngeschäft der kleinen US-Firma Netsmart ist die Entwicklung von Software, die in erster Linie von Anbietern von Gesundheits- und Sozialvorsorgediensten zur Erfassung und Verwaltung von Patientendaten genutzt wird. Mehr als 1.000 Kunden zählt Netsmart derzeit, darunter allein 30 bundesstaatliche Behörden. Darüber hinaus greifen auch private Kliniken zur Behandlung von psychischen Krankheiten und Drogenmissbrauch und Managed-Care-Organisationen auf die Software zurück. Erst vor wenigen Wochen schloss Netsmart einen Auftrag mit der Hilfsorganisation Sweetser ab, der dem Unternehmen 1,2 Millionen Dollar in die Kasse spült.

Strategische Übernahme

Netsmart gilt in seiner Branche als Marktführer in den USA. Und diese Position dürfte dem Unternehmen so bald auch niemand streitig machen. Denn erst kürzlich hat Netsmart seine Position durch die Übernahme des Konkurrenten CMHC Systems ausgebaut. Rund 13 Millionen Dollar in Barmitteln und 435.730 Aktien lässt sich Netsmart den Zukauf, der über die 100-prozentige Netsmart-Tochter Creative Socio-Medics abgewickelt wird, kosten. James Conway, Vorstandschef von Netsmart äußerte sich begeistert über die Möglichkeiten, die sich aus dem Zusammenschluss ergeben: "Wir erwarten, dass der Abschluss dieser Akquisition die Ressourcen von zwei der größten IT-Unternehmen im Bereich der Gesundheits- und Sozialfürsorge effektiv vereinigen wird.

Günstige Bewertung

Finanziell ist Netsmart auf einem guten Weg. Das Unternehmen hat in den letzten 28 aufeinander folgenden Quartalen schwarze Zahlen geschrieben. Für das laufende Jahr gehen die Analysten von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,50 Dollar aus. Auch durch die Übernahme von CMHC Systems soll sich dieses Plus im kommenden Jahr verdoppeln. Auf Basis dieser Schätzungen errechnet sich ein KGV von knapp 15, was die Firma als echtes Schnäppchen ausweist. Die Konkurrenz ist mit einem 2006er-KGV von durchschnittlich 31 mehr als doppelt so teuer. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis dieser Bewertungsabschlag aufgeholt wird.

50 Prozent Kurspotenzial

Der Aktienkurs hat in den letzten Wochen bereits deutlich angezogen. Trotzdem dürfte sich der Einstieg noch lohnen. Schließlich ist das Unternehmen unangefochtener Marktführer und mit einem KGV von 15 für 2006 deutlich günstiger als die Konkurrenz. Die Zahlen für das dritte Quartal, die Netsmart am 1. November vorlegt, sollten der Aktie weiteren Auftrieb geben. Auf Sicht von zwölf Monaten sieht der aktionär ein Kurspotenzial von mindestens 50 Prozent.

Artikel aus Ausgabe 45/05

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