Netflix
- Nikolas Kessler - Redakteur

Netflix vor den Zahlen: Darauf sollten Anleger gefasst sein

Wenn Netflix am Montag (17. April) nach US-Börsenschluss die Zwischenbilanz für das erste Quartal vorlegt, wird auch diesmal vor allem das Nutzerwachstum im Fokus von Anlegern und Analysten stehen. Aber auch bei Umsatz und Gewinn werden kräftige Zuwächse erwartet.

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten rechnen damit, dass der Streaming-Dienst seinen Gewinn pro Aktie (EPS) im ersten Quartal auf 0,37 Dollar gesteigert hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspräche dies einem sechsmal höheren EPS, verglichen mit dem vierten Quartal 2016 einer Steigerung um satte 147 Prozent.

Netflix selbst hatte bei der Präsentation der Q4-Zahlen im Januar ebenfalls einen Gewinn von 37 Cent pro Aktie in Aussicht gestellt. In den zurückliegenden fünf Quartalen hat das Unternehmen aber sowohl die eigenen Prognosen, als auch die Analystenschätzungen zum Gewinn teils deutlich übertroffen.

Auch beim Umsatz rechnen die Analysten mit einer deutlichen Steigerung um 35 Prozent auf rund 2,65 Milliarden Dollar. Im Gegensatz zum EPS war das Überraschungspotenzial bei den Erlösen in der Vergangenheit allerdings eher gering.

Abo-Zahlen im Fokus

Bei den Nutzerzahlen hatte Netflix im Januar einen Zuwachs von insgesamt 5,2 Millionen auf 99 Millionen in Aussicht gestellt. Davon sollen international 3,7 Millionen und in den USA 1,5 Millionen hinzugekommen sein. Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 würde dies eine etwas langsameres Wachstum bedeuten, denn vor Jahresfrist haben sich rund 6,7 Millionen neue Nutzer bei Netflix registriert.

Dies ist jedoch Sondereffekten geschuldet, denn damals hatte Netflix die internationale Expansion deutlich vorangetrieben und ist seitdem in rund 190 Ländern abrufbar. Zudem ist damals auch die Zahl der Abonnenten in den USA sprunghaft angestiegen, wodurch die Unternehmensprognose um fast 30 Prozent übertroffen wurde.

Des Weiteren verweist das Management auf eine Verschiebung in der Content-Planung, wodurch im ersten Halbjahr 2017 weniger Blockbuster-Serien veröffentlicht wurden als im Vorjahreszeitraum. In der zweiten Jahreshälfte werde sich dies jedoch ausgleichen.

Langfristig top

Die Aktie von Netflix ist in den letzten Monaten bereits gut gelaufen. Da der Kurs in der Vergangenheit teilweise mit recht heftigen Ausschlägen auf Zahlen reagiert hat, sollten sich Anleger vorsichtshalber auf eine etwas höhere Volatilität einstellen. Grundsätzlich bleibt DER AKTIONÄR aber bullish für die Netflix-Aktie, denn vor allem die mittelfristigen Wachstumsperspektiven überzeugen. Eventuelle Kursrücksetzer sind daher Kaufchancen.

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