Netflix
- Julia Breuing

Netflix-Konkurrent gibt auf

Der Streaming-Dienst Watchever gibt auf und schließt sein Deutschlandgeschäft. Damit fällt ein Konkurrent für die drei größten Streaming-Dienste Maxdome, Netflix und Amazon weg. Watchever, Tochter vom französischen Medienkonzern Vivendi, hat sich schwer getan in Deutschland Marktanteile zu erkämpfen. Der Dienst landete laut Statista noch hinter Google Play und iTunes auf Platz acht.

Auf Netflix dürfte das Ausscheiden von Watchever wenig Auswirkungen haben. Der Deutsche Markt fällt im Vergleich zu den USA kaum ins Gewicht. Hier ist Netflix mit 89 Prozent der Streaming-Haushalte auf Platz eins, während in Deutschland Amazon Prime an der Spitze steht. Obwohl Netflix in den USA den ersten Rang halten konnte, waren die Investoren mit den Q2-Zahlen, die diese Woche vorgelegt wurden, nicht zufrieden. Seit der Veröffentlichung der Zahlen verlor die Aktie 13 Prozent. Sorgen bereitet der Neukundenzuwachs, der vor allem in den USA das Ziel weit verfehlte.

Kein Kauf

Sollte es Netflix nicht schaffen einen neuen Markt, wie China, zu erschließen, wird es schwer werden, höhere Nutzerzahlen zu erzielen. Netflix rechnet auch für das dritte Quartal mit einer bescheidenen Neukundenentwicklung, was die Kurse weiter belasten dürfte. DER AKTIONÄR rät weiterhin zum Verkauf der Aktie.

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