Netflix
- Nikolas Kessler - Redakteur

Netflix und die Zukunft des Fernsehens – Aktie knapp unter Allzeithoch

Im Interview mit Bild hat Netflix-Chef Reed Hastings unter anderem über das Fernsehen der Zukunft und Konkurrenz im Streaming-Markt gesprochen. Derweil hat der Sprung auf ein neues Allzeithoch am Donnerstag zunächst keine weiteren Impulse für die Aktie geliefert.

Viel schnelleres Internet, immer größere Bildschirme bis hin zu TV-Tapeten und dynamischeres, auf den einzelnen Zuschauer zugeschnittenes Storytelling – so stellt sich Hastings die langfristige Zukunft des Fernsehens vor. Virtual Reality sei für Netflix dagegen weniger relevant und in der Entwicklung sehr kostenintensiv, so der Netflix-Chef auf die Frage, wie wir in 20 Jahren fernsehen werden.

Auf Sicht der nächsten Jahre sei der Fokus dagegen auf mobiles Streaming gerichtet. Dazu passt auch eine Meldung vom Donnerstag, wonach Netflix das Angebot für die mobile Nutzung optimieren will. Wie das US-Portal The Verge unter Berufung auf Chefentwickler Neil Hunt berichtet, soll es von den Netflix-Eigenproduktionen bald auch speziell geschnittene Versionen für kleine Smartphone- und Tablet-Bildschirme geben.

Vor einiger Zeit hatte Netflix außerdem eine Offline-Funktion für unterwegs vorgestellt, damit Nutzer ihrer Lieblingsserie auch ohne WLAN oder bei schlechter Netzabdeckung weiterstreamen können.

Keine Angst vor Konkurrenz

Dass künftig auch YouTube im TV-Streaming-Markt mitmischen will, erhöhe den Druck auf Netflix indes nicht. „Deren System sieht ja so aus, dass YouTube den Inhalt von Sendern transportieren will“, so Hastings. Ähnliche Services gebe es bereits. Konkurrenten seien daher eher TV-Sender wie BBC und ProSieben oder Amazon Prime. Das ist für Netflix aber nichts Neues: „Wir befinden uns permanent in einem Wettbewerb.“

Bullisher Kommentar gibt Schub

Analyst Todd Juenger vom US-Analysehaus Bernstein hat die Netflix-Aktie mit einem „Overweight“-Rating und einem Kursziel von 178 Dollar in die Bewertung aufgenommen. Zwar räumte er ein, dass Netflix polarisiere. Er kommt in seiner Studie aber zu dem Ergebnis, dass Netflix gemessen an den zukünftigen Geschäftsaussichten auf dem aktuellen Niveau geradezu absurd niedrig bewertet sei.

Am Donnerstag ist die Netflix-Aktie in der Spitze bei 146,50 Dollar auf ein neues Allzeithoch geklettert. Dieses Niveau konnte der Kurs allerdings nicht bis zum Handelsschluss halten. Auch am Freitag blieb er trotz moderater Zuwächse knapp unter dieser Marke. Investierte bleiben dabei aber dabei und setzten auf einen nachhaltigen Ausbruch nach oben.

 


 

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